Drechseln

Die grundlegende Technik des Drechselns hat sich kaum verändert. Doch die Automatisierung machte das Drechslerhandwerk zum Nischenberuf. Wir erklären die Grundtechniken des Holzdrehens an der Drechselbank in unserem achtseitigen Grundwissen Drechseln.

Grundwissen Drechseln
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Diese Themen erwarten Sie:

  • Drechsel-Werkzeug

  • Grundtechnik Drechseln

  • Die richtige Drehzahl

  • Langholzdrechseln

  • Querholzdrechseln

  • Querholzdrechseln

Obwohl immer weniger Berufsdrechsler von ihrem Handwerk leben können, hält die Faszination des Holzdrehens bis heute an. So ist es nicht verwunderlich, dass sich zahlreiche Hobbydrechsler mit dem rotierenden Werkstoff Holz (und anderen Werkstoffen) beschäftigen und es dabei teils zu erstaunlichen Spitzenleistungen beim Drechseln bringen.

Im Grunde ist Drechseln einfach: das Werkstück rotiert, und das Drechseleisen lässt – langsam geführt – geschwungene oder kantige Formen entstehen. Letztlich hilft nur Üben, um das dafür nötige Gefühl zu entwickeln. Denn Drechseln ist keine Wissenschaft. Jeder machts anders und benennt auch Werkzeuge und Techniken durchaus unterschiedlich. Trotzdem gibts natürlich – schon aus Gründen der Sicherheit – Regeln, an die sich jeder halten sollte, der sich der immerhin schnell laufenden Drechselmaschine und ihrem rasend rotierenden Drechselrohling mit einem hoffentlich korrekt geschliffenen Drechseleisen nähert.

Arbeiten an der Drechselmaschine

Je größer so eine Drechselbank, desto größer ist ihre Spitzenweite, also der Abstand zwischen Mitnehmer- und Körner- oder Reitstockspitze und damit die mögliche Länge des Werkstücks. Dessen maximaler Durchmesser ist ebenfalls abhängig vom Gerät, und zwar von der Spitzenhöhe. Über diese technischen Daten und den eigenen Bedarf sollte sich jeder Drechsler Klarheit verschaffen, bevor er oder sie sich zur Investition in teures Handwerkzeug und eine Drechselmaschine (ab etwa 350 Euro) entscheidet.

Die meisten Drechselmaschinen verfügen über einen Riemenantrieb, über dessen meist fünf Übersetzungen sich Drehzahlen zwischen etwa 400 und 4100 Umdrehungen/Minute einstellen lassen. Aber auch elektronisch stufenlose Drehzahlregelung bieten Hersteller größerer Drechselbänke an. Diese Modelle gibts häufig sowohl als Tisch- als auch als Standmodell. Gedrechselt wird nicht nur zwischen den Spitzen, sondern auch quer. Und zwar Werkstücke wie Knöpfe, Becher oder Teller, die seitlich und von vorn bearbeitet werden und sich deshalb nicht beidseitig einspannen lassen. Dafür gibts spezielle Futter verschiedenen Durchmessers oder mit verstellbaren und drehbaren Spannbacken, die den Rohling einseitig halten.

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Drechseln

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Die ersten Drechselschritte sind zwar kein Hexenwerk, aber der Fairness halber sollte man deutlich sagen, dass ein Grundwissen einem Laien die vielfältigen Techniken und das Geschick nicht erschöpfend vermitteln kann. Empfehlenswert ist stets der Besuch eines Drechselkurses – sowohl für Einsteiger, als auch für Fortgeschrittene. In unserem achtseitigen Grundwissen erfährt man auch, welche Materialien außer Massiv- oder Leimholz zum Drechseln geeignet sind.

Werkzeuge zum Drechseln

Zur Werkzeug-Grundausstattung beim Drechseln gehören Stechzirkel, Taster und Schieblehre. Der Stechzirkel markiert auf dem rotierenden Werkstück eine feststehende Länge, der Taster greift Außen- und Innenmaße ab und die Schieblehre misst millimetergenau Innen- und Außendurchmesser.

Zur Grundausstattung gehören auch die Schruppröhre, mit der der Rohling gerundet wird, und der Flachmeißel zum Schlichten, so wird das Glätten der Drechselfläche genannt. Rundstäbe allein sind jedoch nicht abendfüllend, daher kommen noch die (schmaleren) Formröhren und damit die Drechselformen ins Spiel. Die gerade eingeschnittenen Formen, Platten genannt, bewirkt der Vierkantstahl, auch als Abstechbeitel bezeichnet. Ausdrehstähle dienen zum Drechseln von Hohlkörpern.

Drechseleisen, auch Drechslerbeitel genannt, bestehen aus der stählernen Klinge und dem hölzernen Heft. Die Qualitätsunterschiede bei beidem können riesig sein. Werkzeugstahl sollte die Minimalforderung bei Meißeln und Röhren sein (so werden die flachen und gebogenen Eisen unterschieden), besser ist Hochleistungsschnellschnitt-( HSS-)Stahl. Hochwertige Eisen werden von Hand geschmiedet. Wichtig: Das A und O bei Drechseleisen ist der richtige Schliff!

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