Monarda didyma

Alles über Indianernessel: Anbau, Pflege und Verwendung

Die Indianernessel (Monarda didyma) verschönert nicht nur Ihren Garten. Mit ihrem aromatischen Zitronenduft zieht diese vielseitige Pflanze Bienen magisch an, vertreibt Mücken und heilt sogar Krankheiten.

Video Platzhalter
Video: Glutamat

Das zeichnet die Indianernessel aus

Rote Indianernesseln
Die Scharlach-Monarde lockt mi ihren roten Blüten zahlreiche Bienen an. Foto: istock / Karel Bock

Die Indianernessel (Monarda didyma) ist eine krautige Pflanze der Gattung Monarda aus der Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), die zwischen 80 und 150 Zentimeter hoch wächst. Ihr aromatischer und fruchtiger Zitronendurft macht sie zu einem wahren Magneten für Bienen und andere Insekten.

Kleine Namenskunde:

Ihren Namen hat die Indianernesseln den Oswego-Indianern aus dem heutigen Bundesstaat New York zu verdanken. Sie brühen aus den fruchtigen Blättern und Blüten einen aromatischen und heilenden Tee – den „Oswego-Tea“.

Die Indianernessel ist auch als Goldmelisse, Bienenbalsam, Pferdemelisse und Scharlach-Monarde bekannt. Gelegentlich wird sie auch als Bergamotte bezeichnet, da sie einen ähnlich fruchtigen Geruch verströmt. Mit der echten Bergamotte ist sie jedoch nicht verwandt.

Die Monarda didyma ist im Osten der USA heimisch. Sie ist von Maine im Osten bis hinzu Michigan im Westen verbreitet und hinunter in den Süden bis nach Georgia. Dort wächst sie in feuchten Wäldern und an Flussufern.

Andere Sorten der Indianernessel kommen außerdem im Westen bis hinunter nach Mexiko vor und wachsen dort an teils sehr trockenen Standorten.

Pflanzenportrait Indianernessel
Foto: selbst.de & Adobe Stock / hadot

Die beliebtesten Sorten

Die Gattung Monarda umfasst 19 Arten, die allesamt in Nordamerika beheimatet sind. Die meisten Sorten stammen aus den USA, wobei sich einige Verbreitungsgebiete von Kanada bis ins nördliche Mexiko erstrecken.

Die bekanntesten und beliebtesten Sorten der Monarda inklusive ihrer interessantesten Merkmale finden Sie im Slider:

(1/4)
Rote Indianernesseln
Die Indianernessel (Monarda didyma) ist die Urform der Monarde. Aufgrund ihrer scharlachroten Blüten wird sie oft als Scharlach-Indianernessel bezeichnet. Foto: iStock / blightylad infocus
Pinke Zitronen-Monarden
Die Zitronen-Monarde (Monarda citriodora) mag es besonders warm und ist deswegen in Mitteleuropa oft nur als einjährige Pflanze verfügbar. Sie duftet besonders stark nach Zitrone und ihre ätherischen Öle halten Mücken fern. Foto: iStock / Alastair James
Violette Wilde-Indianernesseln
Die Wilde-Indianernessel (Monarda fistulosa) ist nicht wählerisch und kommt von Kanada bis ins nördliche Mexiko sowohl in der trockenen Prärie als auch auf feuchten Wiesen vor. Foto: iStock / Cynthia Shirk
Gepunktete Indianernesseln
Die Gepunktete Indianernessel oder Pferdeminze (Monarda punctata) wächst nur etwa einen halben Meter hoch und gehört trotz ihres Namens nicht zur Gattung der Minzen. Foto: iStock / Donna Bollenbach

Die meisten neueren Zuchtsorten der Indianernessel sind Hybriden der Monarda didyma und der Monarda fistulosa.

Violette Indianernessel Monarda Donnerwolke duftend
Violette Indianernessel Monarda Donnerwolke duftend
Sperli Indianernesselsamen - einjährig - aromatische Sorte
Sperli Indianernesselsamen - einjährig - aromatische Sorte
50 Samen Bienenmelisse Monarda Citriodora
50 Samen Bienenmelisse Monarda Citriodora

Die Blütezeit der Monarden erstreckt sich von Juni bis September, teils sogar in den Oktober hinein. Die lanzettförmigen Blüten in Pink, Rot, Violett oder Weiß bilden sich an den buschigen, unverzweigten Stängeln und sind vor allem bei Bienen und anderen Insekten sehr beliebt.

Die Indianernessel ist mehrjährig und nach einem radikalen Rückschnitt im Herbst, übersteht sie den Winter auch gut. Ein Frostschutz aus Laub oder Reisig ist dennoch Pflicht.

Die Indianernessel ist besonders häufig vom Echten Mehltau betroffen. Um dies zu vermeiden, sollten Sie die Pflanze regelmäßig auslichten und teilen. Ist sie erst einmal betroffen, muss sie nach der Blüte bodennah zurückgeschnitten werden.

Die Indianernessel als Heilpflanze, Duftpflanze und Gewürz

Die Monarde als Heilpflanze

Die Indianernessel enthält Thymol. Der Wirkstoff, der auch in Thymian vorhanden ist, hat eine stark desinfizierende, fungizide und bakterizide Wirkung. Er wird daher auch häufig in Mundwasser und Zahnpasta verwendet.

Die Indianernessel ist viel mehr als eine einfache Zierpflanze. Bereits vor hunderten Jahren haben die Ureinwohner der USA die heildende Wirkung der Monarde erkannt. Die Blackfoot-Indianer schätzten die Pflanze aufgrund ihrer antiseptischen Wirkung. Sie wurde zu einer Salbe verarbeitet, um Hautkrankheiten und leichte Verletzungen zu behandeln.

Als Tee ist die Heilpflanze ein effektives Mittel gegen Mund- und Racheninfektionen und schafft Linderung bei Blähungen.

Aufgrund des aromatischen Aromas der Pflanze ist sie auch abseits ihrer heilenden Wirkung ein beliebtes Gewürz. Die Indianernessel verfeinert Salat und Nachspeisen und eignet sich gut zum Würzen von Fleisch.

Video Platzhalter
Video: Glutamat

Welche Pflege benötigt die Monarde?

Die Indianernessel ist eine relativ pflegeleichte Pflanze. Einmal an den richtigen Standort gesetzt, wächst und vermehrt sie sich von ganz alleine. Ab und an hilft ihr jedoch der ein oder andere pflegende Eingriff beim Wachen und Blühen.

Der perfekte Standort

Die Monarde braucht von zwei Dingen ganz besonders viel: Sonne und Wasser. An einem vollsonnigen Standort, an dem sie regelmäßig gegossen wird, fühlt sie sich am wohlten, wobei einige Sorten auch im Halbschatten gut gedeihen. Doch Vorsicht: Nässe liebt die Indianernessel, doch Staunässe muss trotzdem vermieden werden. Der Boden muss daher durchlässig, humos und nährstoffreich sein.

Suchen Sie noch nach einem passenden Beetpartner für die Goldmelisse? Sonnenhut, Astern und Ehrenpreis passen farblich und von ihren Ansprüchen perfekt zu der Monarde. Lassen Sie den einzelnen Pflanzen jedoch unbedingt genug Platz, denn sie vermehren sich selbstständig über Ausläufer.

Schneiden und Düngen

Trockene Stängel sollten Sie im Frühjahr zurückschneiden. Im Herbst sollte die Indianernessel bis auf eine Handbreite zurückgeschnitten werden. Etwa alle fünf Jahre sollte die Pflanze außerdem einmal geteilt weden, um sie zu verjüngen.

Dünger benötigt die Pflanze nur selten. Von einer Kompostgabe im Frühjahr zerrt sie das ganze Jahr über.

Teilung, Stecklinge, Aussaat

Die Vermehrung der Indianernessel ist durch Teilung, Stecklinge und Aussaat möglich. Da die Vermehrung durch Teilung und Stecklinge am einfachsten ist, werden die Pflanzen meist als junge Stauden verkauft. Diese sollten im Frühjahr gepflanzt werden, damit sie bis zum ersten Frost ordentlich wachsen können.

Die Samen können ab Ende Februar auf der Fensterbank vorgezogen oder ab Mitte Mai direkt ins Freiland gepflanzt werden.

Das könnte Sie auch interessieren ...

Elektroschubkarre - Foto: iStock/ AleksandarNakic
Ohne Muskelkraft
Elektroschubkarre: Für den einfachen & schnellen Transport

Während klassische Schubkarren mit recht viel Muskelkraft geschoben werden müssen, versprechen Elektroschubkarren eine entspanntere und rückenschonende Alternative. Doch welche Elektroschubkarre ist das richtige Modell für Sie und woran ist ein gutes Produkt überhaupt zu erkennen?

Stihl - Foto: STIHL
Nachhaltiger Garten & Artenvielfalt
Kirschlorbeer ersetzen: Die besten Alternativen im Überblick

Eine Hecke im Garten schützt vor Lärm und bietet Privatsphäre. Sie kann außerdem ein wichtiger Lebensraum für Tiere sein und Insekten Nahrung liefern. Bei Heckenpflanzen wie Thuja- oder Kirschlorbeer kommt dieser Aspekt aber eher zu kurz. Doch die Biodiversität lässt sich durch zusätzliche Wildsträucher und Stauden verbessern.

Welche Erde fürs Hochbeet? - Foto: sidm / MMM
Hochbeetfüllung
Welche Erde fürs Hochbeet wählen? Tipps für die perfekte Mischung

Damit Gemüse- oder Zierpflanzen im Hochbeet gut gedeihen, kommt es auf die richtige Hochbeetfüllung an. Doch: Welche Erde eignet sich fürs Hochbeet?

Hornspäne - Foto: sidm / TH
Natürlicher Dünger für kräftige Pflanzen
Hornspäne: Wirkung, richtige Anwendung und Tipps für Ihren Garten

Ausreichend Stickstoff für ein gesundes Pflanzenwachstum und umweltfreundlich aus 100 Prozent...

Eine Hand streut Komposterde um eine kleine grüne Pflanze, die auf einem braunen, offenen Feld wächst. - Foto: iStock/Singkham
Grundlagen für fruchtbare Böden
Organischer Dünger: Wirkung, Anwendung und Tipps für gesunden Garten

Bio ist immer besser? Während das beim Düngen nicht immer der Fall ist, bietet organischer Dünger doch einige Vorteile gegenüber mineralischem NPK-Dünger. Warum Biodünger im Garten so wichtig ist und wann es doch sinnvoll sein kann, auf „künstliche“ Varianten auszuweichen, erklären wir in folgendem Artikel.

Kunstdünger - Foto: iStock / iamporpla
Mehr Ertrag und Blütenpracht im Garten
Kunstdünger: Wirkung, Anwendung und Tipps für Garten & Beete

Neben organischen Düngern gibt es auch Kunstdünger, die den Pflanzen beim Wachsen und Gedeihen helfen sollen. Doch so ganz unbedenklich sollte man Kunstdünger nicht verwenden ...