Lichtschalter-Tausch

DIY-Anleitung: Lichtschalter wechseln leicht gemacht

Auch ohne Elektriker-Lehre können Sie kleine Elektroinstallationen selbst durchführen – etwa einen Lichtschalter wechseln: So geht's!

Man löst die Sicherungsplatte im Lichtschalter mit einem roten Schraubendreher, um den Rahmen der Abdeckung zu entfernen
Lichtschalter wechseln leicht gemacht! In der Bildergalerie unten finden Sie eine ausführliche, sichere Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Lichtschalter-Austausch – inklusive Werkzeug-Checkliste, Tipps zu Schalterarten und zu vermeidenden Fehlern. Foto: sidm / Archiv
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Es sind oft die kleinen Dinge im Haus, für die wir täglich dankbar sind – zum Beispiel, wenn mit einem leisen Klicken das Licht angeht. Doch was tun, wenn der Lichtschalter klemmt, abgenutzt ist oder einfach nicht mehr zum Stil Ihrer Wohnung passt? Mit der richtigen Anleitung, ein paar bewährten Profi-Tipps und dem nötigen Respekt vor Arbeiten am Stromnetz wechseln Sie die Lichtschalter in Ihrer Wohnung selbst – stressfrei und sicher.

Gefahr - Foto: sidm
Gefahr!

Spannungen über 42 Volt gelten als für den Menschen lebensgefährlich – also auch die im Haushalt vorhandene Elektroinstallation. Durch den Aufbau des Stromnetzes kann bereits beim Berühren lediglich eines Außenleiters (der Phase) ein lebensgefährlicher Strom über den Körper zum Erdreich fließen. Es darf daher nur an abgeschalteten Stromkreisen gearbeitet werden! Bei allen Arbeiten an elektrischen Anlagen ist die ausführende Person für die Einhaltung der gültigen VDE-Bestimmungen verantwortlich. Wenn Sie sich über die korrekte Ausführung der Arbeit nicht sicher sind, sollten Sie also unbedingt einen Fachmann hinzuziehen!

Sicher arbeiten an Elektroinstallationen

Bevor Sie jetzt gleich den Schraubendreher schnappen, sollten wir noch gemeinsam einen Blick auf das Thema Sicherheit und die rechtlichen Rahmenbedingungen werfen. Denn: Strom kann lebensgefährlich sein! In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen detailliert und Schritt für Schritt, wie Sie als Heimwerker einen Lichtschalter sicher austauschen – von der Vorbereitung bis zum letzten Funktionstest.

Video Platzhalter
Video: Xcel Produktion
Sicherheit steht an erster Stelle: Lebensgefahr bei Arbeiten am Strom

Der wichtigste Tipp vorweg: Strom ist kein Spielzeug! Die üblichen 230 Volt aus der Hausleitung können schwere Verletzungen oder gar tödliche Unfälle verursachen. Deshalb gilt eine eiserne Heimwerker-Regel: Arbeiten an der Elektroinstallation dürfen nur dann selbst durchgeführt werden, wenn Sie wissen, was Sie tun – und immer nach klaren Sicherheitsregeln. Im Zweifel engagieren Sie eine Elektrofachkraft. Die eigene Gesundheit sollte immer Vorrang haben.

Tipp aus der Praxis: Prüfen Sie, ob Hausverwaltung, Vermieter oder die Hausordnung DIY-Arbeiten einschränkt. Gerade im Mietobjekt ist es ratsam, Arbeiten an der Elektrik mit dem Vermieter abzusprechen – sonst drohen im Schadenfall Probleme mit Versicherung oder Haftung.

Versicherungsschutz und Haftungsfragen

Versicherungsschutz ist ein heikles Thema: Fehler bei Eigenleistungen führen nicht selten dazu, dass Versicherer nach einem Schaden die Zahlung verweigern! Arbeiten Sie daher stets streng nach Anleitung und prüfen Sie vorab Ihre Versicherungspolice bzw. den Mietvertrag.

Mann konprolliert mit einem Duspol, ob die Kontakte der Steckdose spannungsfrei sind
Foto: sidm / Archiv

Wer darf Lichtschalter wechseln?

Beim Tapezieren hat wohl jeder Heimwerker schon einmal die Steckdosenabdeckung entfernt oder den alten Schalter abmontiert, um Kippschalter und Gehäuse vor Kleister und Wandfarbe zu schützen. Auch das Ersetzen von alten, verkratzten oder aus der Mode gekommenen Modellen kann jeder selbst erledigen. Ein neues Schalter-Gehäuse einzubauen, geht schnell und gefahrlos (sofern die Sicherung rausgedreht wurde).

Wichtig: Prinzipiell ist auch der Austausch der Schaltertechnik kein Hexenwerk, darf aber rein rechtlich nur von zertifizierten Elektrobetrieben durchgeführt werden, weil es sich – wie auch beim Einbau von Steckdosen – um einen Eingriff in die Elektroinstallation des Hauses handelt, die nach §13 NAV nur von ausgebildeten Elektrikern durchgeführt werden dürfen. Zudem sind bei der Arbeit mit elektrischem Strom viel Fachwissen und Sorgfalt nötig, damit (ggf. fehlerhafte) Arbeiten an elektrischen Anlagen auch langfristig nicht zu Gefahren für Mensch und Immobilie führen.

Gesetzliche Regelungen: Was ist erlaubt, was nicht?

Das Auswechseln von Lichtschaltern durch Laien ist laut VDE (VDE 0100-510 & VDE 0100-520) nur dann zulässig, wenn keine Veränderungen an der Verdrahtung, keine Erweiterungen und keine Arbeiten an der Unterverteilung/Sicherung erfolgen. Zusammengefasst: Wenn keine Änderungen an der Hausinstallation vorgenommen werden. Sind Kabel alt, unklar zuzuordnen (z. B. unübliche Farben), oder fehlen Schutzleiter, dürfen ausschließlich Elektrofachkräfte tätig werden! Tipp: Bei von der Norm abweichenden Einbauten, Leitungslängen, Querschnitten oder unbekannten Schaltungsarten ist immer eine Fachkraft einzubinden!

Wann ist ein Fachmann erforderlich?

  • Bei Unklarheiten zu Schaltplänen oder Kabelbelegung

  • Bei veralteten, brüchigen oder feuchten Leitungen (etwa in Altbauten)

  • Wenn Sie mehrere Schalter oder Steckdosen miteinander koppeln wollen

  • In Feuchträumen (Bad, Waschkeller) oder Außenzonen

Wichtig: Im Zweifel lieber zu früh als zu spät einen Profi beauftragen – z.B. über die Handwerkersuche regionaler Elektro-Innungsbetriebe.

Fazit: Der nachträgliche Einbau oder Wechsel eines Lichtschalters ist auch vom Heimwerker zu leisten: Wenn Sie die allgemeinen Sicherheitshinweise für Arbeiten am Stromnetz beachten, die Leitung mit einem getesteten Spannungsprüfer auf Spannungsfreiheit prüfen und den Sicherungskasten vor unbefugtem Zugriff schützen, können Sie selbst einen Lichtschalter anschließen.

Lichtschalter austauschen – so geht's

Folgen Sie unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung und Sie können selbst erfolgreich kleine Elektroinstallationen durchführen, z. B. einen Lichtschalter einbauen und den Schalter anschließen. Was beim Wechseln der Schalter zu beachten ist, erfahren Sie hier in unserer detaillierten Anleitung Schritt für Schritt.

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Hände entfernen den Rahmen eines Lichtschalters von der Wand
Foto: sidm / Archiv

Die Bildergalerie zeigt Schritt für Schritt, wie Sie einen alten Lichtschalter wechseln. Wir zeigen den Austausch einer typischen Doppelleiste aus Lichtschalter und Steckdose.

Zwei Prüfgeräte werden zur Spannungsmessung an eine Steckdose gehalten
Foto: sidm / Archiv

Vor jedem Eingriff in die Elektroinstallation müssen Sie den betreffenden Stromkreis stromlos machen und die Spannungsfreiheit danach mit einem geeigneten Messgerät kontrollieren. Vorsicht bei raumübergreifenden Installationen: Oft werden Küche oder Flur von einem Schalter im Flur bedient – dann muss unbedingt auch dieser Stromkreis abgeschaltet werden. Messen Sie zunächst nicht zugängliche Leiter später unbedingt nach, bevor Sie Leiter abziehen – in unserem Beispiel also die Anschlüsse des Schalters. Wichtig: Spannungsfreiheit stets vor Beginn der Arbeiten kontrollieren – am besten wie hier mit einem Duspol.

Ein Schraubendreher wird angesetzt, um den Lichtschalter aus der Wand zu lösen
Foto: sidm / Archiv

Nach der Freimessung zunächst die Blenden der Steckdose – soweit möglich – abschrauben.

Lichtschalter abhebeln: Eine Hand hält den Schalter fest, während ein Schraubendreher am Gehäuse ansetzt wird
Foto: sidm / Archiv

An Schalterblenden die Kappe der Wippe vorsichtig abhebeln. Notfalls mit Schraubendreher nachhelfen.

Rahmen demontieren: Mit einem Schraubendreher wird das Schaltermodul im Gehäuse gelöst
Foto: sidm / Archiv

Meist hält eine zusätzliche Klemme den Rahmen (von Lichtschaltern) – diesen auch abziehen oder abhebeln.

Einbaugeräte abklemmen: Eine Person löst mit einem Schraubendreher die Halterung eines Schalters
Foto: sidm / Archiv

Beim Designwechsel müssen auch die Einbaugeräte gewechselt werden – dazu Montageschrauben der Hohlwanddose (oder der Unterputzdosen bei Massivwänden) lösen.

Steckdose abklemmen: Schraubendreher löst Anschlüsse einer Steckdose, Kabel ragen aus der Dose.
Foto: sidm / Archiv

Alte Einbaugeräte wurden mit Schraubklemmen angeschlossen, auch hier braucht man den Schraubendreher.

Spannungsfrei arbeiten: Ein Spannungsprüfer wird an den Anschluss eines Schalters in der Wand gehalten
Foto: sidm / Archiv

Bislang nicht zugängliche Leiter nun vor der Demontage auf Spannungsfreiheit kontrollieren!

Adern anschließen: Eine Hand entfernt vorsichtig ein Kabel aus der Klemme eines Lichtschalters.
Foto: sidm / Archiv

Gesteckte Adern können durch Druck auf den Entsicherungshebel gelöst und abgezogen werden. So ist es ganz einfach, eine Steckdose anzuschließen.

Adern abisolieren: Eine Abisolierzange entfernt die Isolierung von einem gelben Stromkabel in einer Dose
Foto: sidm / Archiv

Adern der zuvor geschraubten Anschlüsse müssen in der Regel etwas weiter (ca. 7 mm) abisoliert werden.

Lichtschalter anschließen: Ein schwarzes Kabel wird mit zwei Händen in die Klemme eines Schalters gesteckt.
Foto: sidm / Archiv

Neuen Lichtschalter anschließen, dazu die Phase in den mit „L“ bezeichneten Klemmanschluss einführen.

Einbaugeräte: Ausschalter oder Wechselschalter
Foto: sidm / Archiv

PRAXISTIPP: Die früher übliche Trennung zwischen Einbaugeräten als Ausschalter oder Wechselschalter ist passé, alle heute verkauften Schalter-Doseneinsätze sind für beide Funktionen verwendbar. Dabei wird die Phase stets an den mit „L“ bezeichneten Eingang angeschlossen, der Schaltdraht kommt bei einer Ausschaltung an einen der beiden mit Pfeilen bezeichneten Ausgänge. Bei einer Wechselschaltung wird auch der zweite Pfeil-Anschluss belegt. Ist der Schalter beleuchtet, muss außerdem ein Neutralleiter an die dann vorhandene „N“-Klemme angeschlossen werden. Mit so einem heute üblichen Einbauschalter können auch Wechselschaltungen realisiert werden.

Steckdose anschließen: Mehrere Kabel werden von Hand an einem neuen Lichtschalter befestigt.
Foto: sidm / Archiv

An der Steckdose gehört der grün-gelbe Schutzleiter an die mittleren Klemmanschlüsse des Schutzkontaktes.

Blende montieren: Ein Rahmen wird mit beiden Händen vorsichtig auf einen Lichtschalter in der Wand gesetzt.
Foto: sidm / Archiv

Nun noch die Geräte an den Dosenklemmen mit den Einbaudosen verschrauben und den Rahmen mit Klemmdeckel für den Lichtschalter sichern.

Abdeckung befestigen: Mit einem Schraubendreher wird die mittlere Schraube einer montierten Steckdose festgezogen.
Foto: sidm / Archiv

Schließlich die Abdeckung der Steckdose festschrauben – dabei auf den richtigen Sitz des Rahmens achten!

Ein fertiger Lichtschalter und eine Steckdose sind nebeneinander an einer hellen Wand montiert.
Foto: sidm / Archiv

Fertig! Sicherung wieder einschalten und Steckdose mit Messgerät auf korrekte Funktion prüfen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Lichtschalter sicher wechseln

Benötigte Werkzeuge – die Grundausstattung
  • Schraubendreher zum Lösen & Festziehen der Schreibverbindungen

  • Spannungsprüfer; am besten eine zweipoligen Duspol oder Multimeter verwenden

  • Abisolierzange zum Entmanteln der Adernenden

  • Adernendklemmen zum Verkapseln der Aderenden

  • Isolierband zum Markieren oder Befestigen einzelner Leitungen

  • neue Lichtschalter-Abdeckung (ggf. inkl. neuer Schalttechnik)

Zur Vorbereitung: Stromkreis identifizieren und Sicherung abschalten

Bevor Sie irgendetwas anfassen: Suchen Sie im Sicherungskasten den passenden Stromkreis Ihres Zimmers und schalten Sie die Sicherung (Leitungsschutzschalter) aus und sichern Sie den Hebel mit einem Streifen Klebeband gegen unbeabsichtigtes Einschalten. Stecken Sie zusätzlich noch einen Zettel ans Bord: „Vorsicht – nicht einschalten!“

Vorsicht: Auch wenn der Schalter aus ist, kann die Leitung trotzdem unter Spannung stehen – prüfen Sie immer nach! Nehmen Sie dafür einen (zweipoligen) Spannungsprüfer und kontrollieren Sie, ob die Kabel im Schalter definitiv spannungsfrei sind. Sobald Sie die Blende abgenommen haben: Noch einmal jede Ader einzeln prüfen! Vertrauen Sie nicht auf einfache Phasenprüfer – sogenannte „Lügenstifte“, diese zeigen die Spannungsfreiheit eines Anschluss' nicht verlässlich an!

Tipp: Arbeitsplatz absichern

Räumen Sie auch den Bereich um den Schalter frei, legen Sie Ihre Werkzeuge griffbereit und sorgen Sie für gutes Licht. Falls Sie nebendran Steckdosen oder Metallleitungen haben: Achten Sie auf isolierte Werkzeuge. Gummisohlen oder Isoliermatte unter die Füße zu legen, reduziert die Gefahr tödlicher Stromschläge. Heimwerker sollten bei Arbeiten an Eletroinstallationen immer ein Handy mit der Notfallnummer 112 griffbereit haben.

Wichtig: Ist die Wand feucht oder ist Fleck-Wasser sichtbar – Hände weg, das ist ein Fall für den Profi!

Die Abdeckung des Schalters auszutauschen ist in wenigen Minuten erledigt. Mehr Sorgfalt erfordert es, auch den elektrischen Schalter zu wechseln. Im Folgenden haben wir zusammengetragen, welche Arbeiten beim Lichtschalter-Austausch regelmäßig anfallen:

Demontage des alten Lichtschalters:

  • Sicherheit zuerst: Ist die Sicherung ausgeschaltet und wurde die Spannungsfreiheit überprüft, kann's losgehen!

  • Blende und Rahmen entfernen: Vorsichtig die Wipp-Abdeckung (meist geklipst) vom alten Lichtschalter mit einem Schraubendreher abhebeln.

  • Schrauben lösen: Die nun sichtbare Klemme vom Lichtschalter entfernen und Schaltereinheit vorsichtig aus der Unterputz-Dose herausziehen. Ggf. auch etwaige Befestigungsschrauben des Schalters lösen, bis der Schalter etwas aus der Wand gezogen werden kann.

  • Schalter entnehmen: Den Schalter vorsichtig mit beiden Händen herausziehen, sodass die angeschlossenen Kabel sichtbar werden.

  • Wichtig: Ggf. bislang nicht zugängliche potenziell stromführende Kabel erneut auf Spannungsfreiheit prüfen!

  • Kabel sichern und markieren: Merken/markieren Sie die Anschlussposition jeder einzelnen Ader, z. B. mit farbigem Isolierband.

Klarheit bei der Kabelzuordnung ist Pflicht!

Altbauten sind wahre Fundgruben für unorthodoxe Elektrik. Anschlussfarben und -positionen können von heutigen Normen abweichen. Dokumentieren Sie alles, bevor Sie weiterarbeiten. Im Zweifel hilft eine Skizze oder ein Schnappschuss mit dem Smartphone.

Sind zudem Leitungen porös oder fehlt der Schutzleiter, sollten Sie keine Kompromisse eingehen: Lassen Sie den Anschluss vom Elektriker prüfen!

  • Adern von Schaltereinheit lösen: Dann Adern aus dem Schalter-Block herausziehen (ggf. sind vorher Schraubverbindungen zu lösen).

  • Qualitätscheck der Adern: Werden einzelne Drähte abisoliert oder gekürzt, verwenden Sie stets Aderendhülsen (diese fehlen bei Alt-Installationen meist, sind heute aber Pflicht). Achten Sie auf unversehrte Isolation der Leiter. An älteren Stromleitungen können Isolierungen brüchig sein – Stellen Sie Mängel oder Alterung der Kabel fest, sollte ein Meisterbetrieb die Instandsetzung der Elektroinstallation übernehmen!

Klemmentypen schnell erklärt

Früher wurden überwiegend Schraubklemmen (vor allem bei Steckdosen) verbaut. Bei ihnen werden die abisolierten Adern in kleine Klemmschächte eingeführt und mit winzigen Schrauben festgezogen – eine ganz schöne Fummel-Arbeit!

Mittlerweile haben sich Steckklemmen durchgesetzt. Hier werden die Adern einfach in die Klemmschächte eingeschoben bis sie spürbar einrasten. Sie sind damit automatisch gegen unbeabsichtigtes Herausziehen gesichert. Für die spätere Demontage muss meist ein kleiner Entriegelungshebel gedrückt werden.

Neuen Lichtschalter einbauen:

  • Neuen Schalter anschließen: Schließen Sie nun die Adern an den neuen Lichtschalter an. Achten Sie dabei auf die korrekte Anschlussbelegung. Die meisten Schalter haben klar gekennzeichnete Eingänge, z.B. „L“ (Phase, braun) und „1“, „2“.

  • Adern festziehen: Adern sollten je nach Klemmentyp 10-12 mm abisoliert werden und nur „handfest“ (= ohne große Kraftanstrengung = 0,5–0,6 Nm) angezogen werden. Lose Adern oder zu fest geklemmte Leiter bergen Risiken – im Zweifel Klemme komplett auswechseln.

  • Schalter zurück in die Dose einsetzen: Jetzt Schaltereinheit wieder vorsichtig in die Unterputzdose einpassen und die seitlichen Dosenklemmen festziehen.

  • Rahmen und Blende aufstecken: Jetzt wird wieder die Lichtschalter-Abdeckung montiert – zuerst die Schalterklemme, dann der (neue) Rahmen, zuletzt der passende Kippschalter.

  • Funktionsprüfung: Probeweise wieder die Sicherung einschalten und Funktionstüchtigkeit des Schalters testen (etwa durch mehrmaliges Schalten).

Praxistipp: Wenn das Licht nicht reagiert oder flackert, sowie beim Auslösen des FI-Schutzschalters oder bei anderen Funktionsstörungen umgehend wieder die Sicherung entfernen und Elektro-Handwerker mit der Fehlersuche und Reparatur beauftragen.

Elektriker prüft mit einem Duspol die Spannungsfreiheit an einem Lichtschalter
In der Bildergalerie oben zeigen wir Schritt für Schritt, wie Sie einen einfachen Lichtschalter anschließen und wie Sie den Schalter nach dem Austausch wieder anklemmen >> Foto: sidm / Archiv
Typische Fehlerbilder beim Lichtschalter-Wechsel
  • Adernverwechslung zwischen Phase und neutraler Leitung – führt zu Kurzschluss oder Totalausfall!

  • Licht brennt permanent: Auftrag/Zuordnung der Anschlussdrähte kontrollieren

  • Lose oder unsauber eingesetzte Drähte: Brandgefahr!

  • Schutzleiter (PE) nicht fachgerecht angeschlossen – Lebensgefahr beim Berühren von stromführenden oder -leitenden Teilen.

  • Bei mehreren Schaltern: Drähte versehentlich vertauscht – keine oder ungewünschte Reaktion bei Bedienung des Schalters.

  • Schalter bleibt ohne Funktion: Prüfen Sie die Anschlussbelegung!

  • Schalter fühlt sich „schwammig“ an oder wackelt: Dosenklemmen nachziehen

  • Flackerndes Licht deutet auf lockere Adern in den Schalterklemmen hin: Schraubverbindungen überprüfen!

Lassen Sie im Zweifelsfall Ihre Arbeit von einer Elektrofachkraft kontrollieren!

Kosten & Aufwand: Was kostet der Wechsel eines Lichtschalters?

Den Austausch eines einzelnen Schalters bewältigen Sie als geübter Heimwerker meist in unter 30 Minuten. Mit Einlesen, Einkauf und Vorbereitung sollten Sie aber realistisch eine gute Stunde einplanen.

Bei den Preisen können wir an dieser Stelle nur Richtwerte nennen, da die tatsächlichen Kosten stark von den verwendeten Produkten abhängen und – von Baumarkt-Eigenmarke bis zu Markenhersteller – stark im Preis schwanken.

Kostentabelle: Eigenleistung vs. Elektriker

Kostenfaktor

Eigenleistung

Elektriker

Material (Schalter)

5-25 Euro

5-25 Euro

Werkzeug (einmalig)

15-50 Euro

0 Euro

Arbeitszeit

0 Euro

50-80 Euro

Gesamtkosten

ca. 20-75 Euro

ca. 60-120 Euro

Welches Kabel für den Lichtschalter?

Als Leitung kommen bei einfachen Wechselschaltern meist dreiadrige NYM-Mantelleitungen zum Einsatz. Für komplexere Schaltpläne mit mehreren Schaltstellen braucht man fünfadrige Kabel.

Den braunen Draht oder das schwarze Kabel? Welcher Draht ist der Schutzleiter, welcher der Neutralleiter? Wie erkenne ich die korrespondierenden Drähte? Wie beim Anschluss der Steckdose auch gilt auch beim Lichtschalter folgende Sortierung der Farben: Die Phase (auch Außenleiter genannt) ist meist das braune Kabel, das auch grau oder schwarz ummantelt sein kann, und trägt am Lichtschalter die Kennung "L". Der Nullleiter der Neutralleiter ist blau und wird logisch mit "N" abgekürzt. Einfach zu erkennen ist der grün-gelb ummantelte Schutzleiter – auch Erdung genannt.

Kabel prüfen & zuordnen: Bedeutung der Adernfarben (alte und neue Farbcodes)

Funktion

neu

alt

Phase (L)

braun

schwarz

Neutralleiter (N)

blau

blau

Schutzleiter (PE)

grün-gelb

rot oder grau (in Altbauten z.T. gar kein PE vorhanden!)

Klarheit bei der Kabelzuordnung ist Pflicht! Im Zweifel hilft eine Skizze; keine Experimente – unbekannte Farben immer vom Elektriker prüfen lassen!

Überblick: Verschiedene, gängige Schalterarten

Suchen Sie im Baumarkt einen neuen Lichtschalter aus, werden Sie auf Begriffe wie Wippschalter, Serienschalter oder Kreuzschalter stoßen. Doch was verbirgt sich dahinter?

Die wichtigsten Lichtschalter-Typen kurz erklärt

Schalterart

Funktion

Typisches Einsatzgebiet

Wippschalter

Ein/Aus – steuert meist eine Leuchte

Standard in Wohnräumen

Wechselschalter

Ein/Aus an zwei Stellen (z.B. Flur)

Flur, Treppe, Schlafzimmer

Kreuzschalter

Ermöglicht Schalten an drei+ Stellen

Große Räume, lange Flure

Serienschalter

Zwei Leuchten einzeln von einer Stelle

Wohnzimmer, Bad mit Decken- & Wandlicht

Tastschalter

Schaltet nur so lange, wie gedrückt wird

Treppenhaus-Sammelschaltung

Unterputzschalter vs. Aufputzschalter

  • Unterputz: In der Wand versenkt, moderner und ästhetischer (Standard bei Neubauten).

  • Aufputz: Sichtbar auf der Wand montiert, leichter nachzurüsten, oft z.B. im Keller oder Gartenhaus.

Einzel- und Doppelschalter

  • Einzelschalter: Steuert einen Stromkreis bzw. eine Leuchte.

  • Doppelschalter (Serienschalter): Zwei Schalter in einem Rahmen, etwa für separate Lichtquellen in einem Raum.

Tipp:Verwenden Sie stets den zum vorhandenen Schalter passenden Ersatztyp, um unnötige Änderungen an der Verkabelung zu vermeiden.

Wie schließt man einen 2-poligen Wechselschalter an?

Der 2-polige Kippschalter kann einen elektrischen Verbraucher lediglich ein- oder ausschalten. Dieser Schalter hat nur zwei verschiedene Stellungen: an bzw. aus. Der Wechselschalter ist daher der Regelfall, um in Wohnräumen das Licht zu schalten. Pro Lampe ist je ein 2-poliger Kippschalter erforderlich. Dafür ist der Anschluss von Kippschaltern mit bloß zwei Polen auch am leichtesten zu bewerkstelligen:

  • Der Wechselschalter ist der typische Lichtschalter zum Schalten von Deckenleuchten

  • Klemmen Sie den Strom ab für den betreffenden Schaltkreis (Sicherung raus!)

  • Spannungsfreiheit des Stromkreis unbedingt mit einem verlässlichen Phasenprüfer oder einem zweipoligen Spannungsprüfer (= Duspol) testen.

  • Isolieren Sie die Leiter-Enden ab und verbinden Sie die Adern der NYM-J Leitung mit dem Kippschalter.

  • Dabei wird die Phase (der schwarze Draht) meist an den mit "Klemme L" gekennzeichneten Eingang angeschlossen.

  • Früher wurden die Kabelenden meist per Schraubverbindung gesichert, heute übernehmen komfortable Klemmverbindungen zum Stecken die Fixierung.

  • Schaltung testen und Schalterabdeckung montieren.

Tipp: Ähnlich aufgebaut ist die sogenannte Taster-Schaltung. Sie ist ideal, wenn von mehreren Schaltstellen aus dieselbe Leuchte geschaltet werden soll (etwa das Flutlicht von jeder Etage aus oder die Esstischleuchte vom Eingang zur Küche und zum Wohnzimmer, etc.). Neben dem einfachen Ein-Aus-Schalter gibt es auch verschiedene Lichtschalter für eine Wechselschaltung, einen Kreuzschalter, den Serienschalter oder die sogenannte Wippe.

Wichtig bei allen Arbeiten an Lichtschaltern und Steckdosen ist zuerst die Sicherheit (Sicherung raus, Spannungsfreiheit kontrollieren!) und das dafür notwendige richtige Werkzeug! Denn auf die Messgeräte sollte man sich schließlich verlassen können und nicht blind dem "Lügenstift" vertrauen.

Lichtschalter-FAQ: Die häufigsten Fragen zum Schalter-Wechsel

Beim Austausch von Lichtschaltern (und Steckdosen) in Feuchträumen wie Bad, Keller, Waschküche & Co. gelten höhere Sicherheitsanforderungen! Hier sollte ausschließlich Feuchtraum-Schalter (mit integriertem Spritzwasserschutz) verwendet werden und auf korrekte IP-Schutzklassen geachtet werden. Arbeiten im Badezimmer sollten generell nur durch Profis erfolgen!

Ja, sofern Sie keine neuen Stromkreise verlegen und die bestehenden Leitungen/Installationen unverändert bleiben.

Sobald Unsicherheiten auftreten oder das Problem nach mehreren Prüfungen bestehen bleibt, holen Sie unbedingt einen Profi hinzu. Fehlerhafte Anschlüsse gefährden nicht nur Ihre Gesundheit, sondern im schlimmsten Fall das Gebäude!

Das größte Risiko ist elektrischer Schlag (= Lebensgefahr!) und Brandgefahr. Prüfen Sie immer doppelt, dass keine Spannung anliegt!

Meist sind die Kontaktbelegungen oder Piktogramme auf der Rückseite erklärt; im Zweifel hilft ein Blick in die Anleitung oder ein Foto des Altgeräts.

Lassen Sie im Zweifel einen Elektriker ran – vor allem, wenn Farben oder Adern nicht klar sind.

Prüfen Sie die Anschlussbelegung noch einmal, ggf. mit Foto vom ursprünglichen Anschluss abgleichen.

Bei Defekt, wackeligem Sitz, gebrochenem Gehäuse oder technischer Aufrüstung.

Klären Sie alle Arbeiten vorsichtshalber mit dem Vermieter ab und achten Sie darauf, alle Komponenten wieder rückstandsfrei entfernen zu können.

Bewahren Sie die alten Schalter-Rahmen sicherheitshalber auf, so können Sie bei Auszug die Original-Lichtschalter wieder einbauen.

Fazit: So gelingt der Lichtschalter-Tausch

Lichtschalter zu wechseln gehört zu den Heimwerkerprojekten, bei denen Sorgfalt, Geduld und Sicherheitsbewusstsein an erster Stelle stehen. Mit dem richtigen Werkzeug, einer klaren Anleitung und Respekt vor der Materie gelingt das Projekt auch Einsteiger:innen – und bringt das stolze „Das habe ich selbst gemacht!“-Gefühl.

Darauf müssen Heimwerker bei Schaltertausch achten

Elektrizität ist gefährlich! Befolgen Sie keinesfalls laienhafte Tipps aus Foren oder Social Media. Informieren Sie sich immer nach VDE-Vorgaben und fragen Sie im Zweifelsfall lieber zu früh als zu spät Ihren Elektriker. Sicherheit und Leben gehen vor! Wenn Sie diese Punkte beim Lichtschalter-Wechsel beachten, handeln Sie hinreichend sorgfältig:

  • Strom immer (!) zuverlässig abschalten und Spannungsfreiheit prüfen

  • Nur vorhandene, übersichtliche Schalterdosen mit klarer Klemmenbelegung und eindeutigem Schutzleiter dürfen durch Heimwerker bearbeitet werden

  • Strikte Verwendung von zweipoligen Spannungsprüfern, nicht von Phasenprüfern (Glühstift)

  • Arbeiten an alten, beschädigten oder auflösenden Leitungen sind absolut tabu

  • Keine Arbeiten in Feuchträumen oder an besonderen Schaltungen (Kreuz-, Serienschalter), wenn Unsicherheiten bestehen

  • Fotodokumentation Pflicht (Schutz für Versicherung, Fachkräfte, Selbstschutz!)

  • Immer Herstellerangaben und zulässige Adernbelegung/Klemmentypen respektieren

  • Nach Montage immer einen gründlichen Funktionstest durchführen

  • Bei Unsicherheiten IMMER eine Elektrofachkraft beauftragen!

Mit der nötigen Ruhe, einem aufmerksamen Auge und dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung steht Ihrem sicheren Lichtschalter-Wechsel nichts mehr im Wege!

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