Laminatboden verlegen

Die besten Verlege-Tipps für Laminatböden

Aus sonderheft 4/2022

Wer selbst Laminatboden verlegen will, sollte ein paar Tricks und Kniffe kennen, die die Verlegearbeiten deutlich erleichtern. 

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Foto: sidm/MMM

Die besten Verlege-Tipps für Laminatböden

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Laminatboden verlegen: Produktwahl

Welches Produkt sie wählen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. In diesem Verlegebeispiel zeigen wir das Verlegen des spritzwasserbeständigen Laminats Logoclic Aquaprotect Sunset Oak, eine Landhausdiele im Format 1285 x 192 x 8 mm mit umlaufender V-Fuge und der praktischen Klickverbindung 1clic2go Pure, Nutzungsklasse 23/33 für Wohnbereiche mit hoher Nutzung.

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Laminatboden verlegen: Dämmunterlage

Der Untergrund muss eben, trocken, fest und sauber sein. Fegen oder saugen Sie ihn gründlich ab.

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Laminatboden verlegen: Dämmunterlage

Unter Laminat gehört eine geeignete Dämmunterlage. In unserem Fall empfiehlt der Hersteller die Unterlage Rigid Aquastop. Sie kann einfach mit dem Cutter zugeschnitten werden.

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Laminatboden verlegen: Dämmunterlage

Die Unterlage umlaufend bis an die Wand heranlegen. Bei längeren Schnitten hilft ein langes Lineal.

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Laminatboden verlegen: Dämmunterlage

Die einzelnen Bahnen, die Trittschalldämmung und Feuchteschutz in einem sind, ausrollen und auf Stoß setzen.

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Laminatboden verlegen: Dämmunterlage

Alle Stöße dampfdicht abkleben. So verrutschen die Bahnen auch nicht. 

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Laminatboden verlegen: Dämmunterlage

Auch die Wandabschlüsse abkleben. So kann die in mineralischen Untergründen enthaltene Feuchtigkeit nicht ins Laminat eindringen. Bei der Laminatverlegung darauf achten, dass die Stöße der Dämmung nicht unter den Laminatfugen liegen. 

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Laminatboden verlegen: So geht's!

Die Verlegung beginnt in der linken Raumecke. Die Federseite zur Wand legen und mit Keilen den Randabstand sichern.

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Laminatboden verlegen: So geht's!

Die Paneele stirnseitig mit einem Winkel von 30 Grad in die Nut des voranliegenden Paneels einfügen und absenken.

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Laminatboden verlegen: So geht's!

Längsseits die Paneele schräg ansetzen und absenken. Sowohl Längs- als auch Stirnseiten greifen mit einem Klick ineinander. 

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Laminatboden verlegen: So geht's!

Alle Reihen stehts mit Versatz verlegen, es dürfen keine Kreuzfugen entstehen. Beim Kürzen des letzten Paneels einer Reihe müssen Sie grundsätzlich die Dehnungsfuge von 10 bis 15 mm berücksichtigen. 

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Laminatboden verlegen: So geht's!

Der Zuschnitt erfolgt mit Stichsäge oder mit Laminatschneider wie hier. 

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Laminatboden verlegen: So geht's!

Längsseits zum Einfügen ggf. ein Zugeisen einsetzen und von oben ggf. mit einem Schlagklotz nachklopfen. 

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Laminatboden verlegen: Die letzte Reihe

Die Tiefe der letzten Reihe abschnittsweise ausmessen. Vorsicht: Die Paneele dürfen nicht schmaler als 5 cm ausfallen!

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Laminatboden verlegen: Die letzte Reihe

Eventuell schon zu Beginn die erste Reihe längs kürzen, dazu den Raum vorher genau ausmessen! Die Paneele passend zuschneiden. 

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Laminatboden verlegen: Zuschnitte

Die Zuschnitte werden zum Heizkörper hin kompliziert – aber auch hier die Dehnungsfuge mit einplanen. 

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Laminatboden verlegen: Zuschnitte

Nach dem Zuschnitt die Paneele schräg ansetzen und absenken. Eventuell benötigt man ein Zugeisen zum Zusammenfügen. 

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Laminatboden verlegen: Fußleisten

Nach der Verlegung werden die Dehnungsfugen mit Sockelleisten abgedeckt. Für den Zuschnitt die Wände abmessen. 

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Laminatboden verlegen: Fußleisten

Über Eck die Leisten auf Gehrung schneiden, entweder mit Gehrungslade und Säge oder direkt mit einer Gehrungssäge wie hier. 

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Laminatboden verlegen: Fußleisten

Die Sockelleisten können geklebt, gedübelt oder genagelt werden. 

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Laminatboden verlegen: Türübergänge

Im Türbereich bzw. über Estrichfugen stets Fugen im Laminat einplanen. Diese mit Übergangsprofilen abdecken: Türbreite ausmessen …

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Laminatboden verlegen: Türübergänge

… und das Profil entsprechend ablängen. Hier besteht das Profil aus einem speziellen Bauteil, das abschließend eingefügt wird. 

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Laminatboden verlegen: Türübergänge

Stabiler ist der Übergang, wenn das Profil gebohrt und verdübelt werden kann und nicht nur aufgeklebt wird. 

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Laminatboden verlegen: Türübergänge

Türzargen werden um Paneelstärke gekürzt. Das richtige Werkzeug dafür ist eine Feinsäge mit abgewinkeltem Griff oder ein Multifunktionswerkzeug. 

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Laminatboden verlegen: Türübergänge

Natürlich müssen dann auch die Türblätter um Paneelstärke gekürzt werden. Präzise gelingt das mit Handkreissäge und Führungsschiene. 

Bei Renovierungsarbeiten lässt sich in puncto Bodenbelag einiges an Geld sparen, denn Laminatboden lässt sich auch ohne handwerkliche Ausbildung verlegen. Die Schritt-für-Schritt-Anleitung in der Bildergalerie wird Ihnen die Angst vor den Verlegearbeiten nehmen. Und sollten darüber hinaus noch weitere Zweifel bestehen, geben Ihnen unsere besten Tipps, das Wissen über die häufigsten Fehler beim Laminatboden verlegen und weitere Infos wie unser Laminat-FAQ die finale Sicherheit. Mit dieser Vorbereitung werden Sie Ihr Ergebnis stolz präsentieren können und lange Freude am selbst verlegten Laminatboden haben!

Laminatboden verlegen: 7 hilfreiche Tipps, die Ihnen die Arbeit erleichtern

Laminat selbst zu verlegen ist kein Hexenwerk – und dennoch führt der beliebte Bodenbelag nicht selten zu Frust und Verzweiflung. Befolgen Sie diese 7 Tipps und sparen Sie sich so Kopfzerbrechen über Ihren neuen Fußboden.

  1. Die richtige Produktwahl: Noch bevor Sie sich eine Anleitung übers Laminatboden verlegen ansehen, sollten Sie sich der Auswahl des idealen Laminats beschäftigen. Viel zu häufig wird auf minderwertiges Laminat gesetzt, um Kosten zu sparen und sich im Anschluss über Probleme bei der Verlegung oder schnelle Abnutzung geärgert. Ausführliche Produkttests und einfache Kriterien, mit denen Sie einen guten Laminatboden von minderwertigen Dielen unterscheiden können, finden Sie hier im Ratgeber Laminat kaufen
  2. Geeigneten Untergrund schaffen: Laminat kann sowohl auf mineralischen Untergründen wie Beton oder Estrich sowie auf PVC-Böden oder alten Holzböden verlegt werden. Dabei gelten je nach Untergrund jedoch einige Besonderheiten. Prinzipiell gilt: Der Untergrund muss sauber, trocken, stabil und eben sein. Bei einigen Untergründen (z.B. Estrich) braucht es außerdem eine zusätzliche Dampfsperre und/oder Trittschalldämmung, bevor der neue Boden verlegt wird – der Einfachheit halber empfiehlt sich häufig die Verlegung einer PE-Folie, die Dämmung und Feuchteschutz kombiniert.
  3. Laminat akklimatisieren lassen: Lassen Sie Ihren neuen Laminatboden einige Tage in dem Raum stehen, in dem er später verlegt werden soll. So kann sich das Laminat an die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit anpassen. Andernfalls kann sich das größtenteils aus Holz bestehende Material nachträglich wellen oder sogar hochdrücken. 
  4. Verschnitt mit einberechnen: Selbst mit der besten Schritt-für-Schritt-Anleitung passieren mal Fehler – gerade als Neuling in Sachen Laminatboden verlegen sollten Sie deshalb mit etwa 10% Verschnitt rechnen. So haben Sie ausreichend Dielen in der Reserve – und sollten Sie sie nicht brauchen, so haben Sie einen Ersatz, wenn einzelne Laminat-Paneele mit der Zeit die ersten Beschädigungen aufweisen.
  5. Bewusst die Richtung auswählen: Es gibt keine Vorschrift, in welcher Richtung die Laminat-Dielen zu verlegen sind. Eine altbewährte "Regel" besagt jedoch, dass das Laminat parallel zum Lichteinfall des Fensters (Hauptlichtquelle) verlegt werden soll. So werden Unebenheiten an einzelnen Dielen sowie Fugen kaschiert und der Raum wirkt optisch größer. Aber: Bei sehr schmalen Räumen kann eine Verlegung parallel zur kurzen Wand – unabhängig vom Lichteinfall – das Zimmer breiter wirken lassen!
  6. Reihen vorab ausrechnen: Wer auf blauen Dunst hin den Laminatboden zu verlegen beginnt, muss bei der letzten Reihe eventuell mit einer bösen Überraschung rechnen. Damit der Boden stabil bleibt, sollten die einzelnen Dielen nicht schmaler als 5 cm werden – wer vorher nicht gemessen hat, dem bleiben für die letzte Laminat-Reihe womöglich nur wenige Zentimeter übrig. Besser ist es, sowohl die Dielen für die erste als auch für die letzte Reihe längs etwas zu kürzen.
  7. Dehnungsfuge von Anfang an beachten: Vergessen Sie nicht, Dehnungsfugen entlang der Wände und um feste Elemente wie Säulen oder Türzargen herum zu lassen. Das Laminat kann sich bei Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen ausdehnen oder zusammenziehen. Eine fehlende oder zu gering berechnete Dehnungsfuge kann deshalb auf Dauer zu unschönen Spannungen oder Beschädigungen am Material führen.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Laminat verlegen

Sobald Sie also den idealen Laminatboden ausgesucht und erstanden haben, sich mit den wichtigsten Tipps zum Laminatboden verlegen vertraut gemacht haben und die Dielen mindestens 48 Stunden lang im vorgesehenen Raum haben akklimatisieren lassen, kann es nun endlich mit der eigentlichen Verlegung losgehen!

Hier in der Bildergalerie finden Sie die ausführliche Anleitung mit allen nötigen Arbeitsschritten – von der ersten Laminatreihe bis zum letzten Paneel. Wer sich erst einmal einen Überblick über die Verlegearbeiten verschaffen möchte, schaut sich am besten das folgende Video zum Thema Laminat verlegen an:

Video Platzhalter
Video: extern

Schritt 1: Zu allererst kümmern Sie sich um den Untergrund – der muss trocken, sauber, eben und stabil sein. Teppichboden eignet sich nicht als Untergrund für Laminat, Materialien wie Estrich oder PVC benötigen eine Dämmunterlage.

Schritt 2: Informieren Sie sich, ob Sie nur eine Trittschalldämmung oder womöglich auch einen Feuchteschutz benötigen und verlegen Sie die Unterlage nach Herstellerangaben.

Schritt 3: Setzen Sie die einzelnen Bahnen auf Stoß und kleben Sie sie (auch an den Wandabschlüssen) dampfdicht ab, damit Sie nicht verrutschen können. Achtung: Die Stöße der Dämmung sollten sich nachher nicht unter den Laminatfugen befinden!

Schritt 4: Beginnen Sie die erste Reihe Laminat damit, dass Sie eine Diele Klick-Laminat mit der Federseite zur Wand legen und mit Keilen den Randabstand sichern.

Schritt 5: Das nächste Paneel zuschneiden und dann stirnseitig mit einem Winkel von 30 Grad in die Nut des ersten Paneels einfügen und absenken. Beim Kürzen des letzten Paneels einer Reihe immer die Dehnungsfuge von 10 bis 15 mm berücksichtigen.

Schritt 6: In der zweiten Reihe längsseits die Paneele schräg ansetzen und absenken. Beim Klick-System greifen sowohl Längs- als auch Stirnseiten mit einem Klick ineinander. Praxistipp: Zum längsseits einfügen ggf. ein Zugeisen einsetzen und von oben mit einem Schlagklotz nachklopfen.

Schritt 7: Die Tiefe der letzten Reihe abschnittsweise ausmessen. Vorsicht: Die Paneele dürfen nicht schmaler als 5 cm ausfallen.

Schritt 8: Nach dem Zuschnitt die Paneele schräg ansetzen und anbringen. Eventuell benötigen Sie ein Zugeisen zum Zusammenfügen.

Diese 3 Fehler sollten Sie beim Laminatverlegen vermeiden

Wenn beim Verlegen von Laminat etwas schief läuft, wäre dies in den meisten Fällen wohl vermeidbar gewesen. Die häufigsten Fehler lassen sich schon umgehen, wenn Sie alle der 7 oben stehenden Tipps befolgen. Hier sind 3 weitere häufige Fehler, die Sie beim Laminatboden verlegen unbedingt im Hinterkopf haben sollten!

  1. Das falsche Werkzeug nutzen: Investieren Sie in hochwertige Verlegewerkzeuge wie einen guten Laminatschneider, gute Sägen, Winkel, Zugeisen & Co. Diese erleichtern das Verlegen erheblich und sorgen für ein sauberes Endergebnis. Hier erfahren Sie, was Sie an Werkzeug für die Laminatverlegung benötigen!
  2. Dielen in zu kurzem Fugenversatz verlegen: Renommierte Hersteller empfehlen einen Fugenversatz von mindestens 30 cm – und zwar nicht nur aus Gründen der Stabilität. Laminatboden mit zu kurzem Fugenversatz wirkt optisch nicht gerade ansprechend. Planen Sie also vorher, wie lang die einzelnen Dielen sein müssen und längen Sie ggf. schon die erste Diele ab.
  3. Pflege und Reinigung vernachlässigen: Nicht direkt ein Fehler beim Verlegen, aber ein Punkt, der schnell dafür sorgt, dass einzelne Dielen wieder ausgetauscht werden müssen, ist die mangelnde Pflege Ihres neuen Laminatbodens. Verwenden Sie keine aggressiven Reinigungsmittel und verhindern Sie übermäßige Feuchtigkeit auf dem Bodenbelag. Regelmäßiges Staubsaugen und Wischen mit einem leicht feuchten Mopp sind ausreichend. Bei hartnäckigeren Verschmutzungen nutzen Sie einen geeigneten Bodenreiniger, um mechanische Beschädigungen auf dem Bodenbelag zu verhindern.

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