Clever um jedes Hindernis

Mähroboter Segway Navimow X315E im Einzeltest: Unsere Erfahrungen nach einer Mähsaison

2025 hat Segway seine Mährobotermarke Navimow um die X3-Serie erweitert. Wir haben den X315E im eigenen Garten eine Saison lang für Sie getestet und teilen unsere Eindrücke.

Mähroboter der Marke Segway Navimow fährt auf einer Rasenfläche. Im Hintergrund blühen Rhododendren.
Für bis zu 1.500 Quadratmeter Fläche ist der Navimow X315E von Segway ausgelegt. Daher war er mit unserer Testfläche eher unterfordert. Foto: selbst.de/ Jessica Jansen
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Siegel der Marke Selbst mit Logo in rot gelb und fünf weißen Hämmern auf roten Grund und den Worten sehr gut. - Foto: sidm

Fazit nach einer Mähsaison: So hat sich der Navimow X315 geschlagen

Von Mai bis zur Wintereinlagerung im November 2025 fuhr der Segway Navimow X315E in unserem Testgarten und überzeugte uns im Praxistest durch viele durchdachte Funktionen. Besonders beeindruckt hat uns die präzise Hinderniserkennung: Selbst kleine oder plötzlich auftauchende Objekte wie ein Ball oder ein herumliegender Schuh wurden zuverlässig erkannt und elegant umfahren. Die KI-gestützte Kartierung via App verlief reibungslos und macht die Einrichtung des Mähbereichs erfreulich unkompliziert. Das Anlegen von Sperrzonen ist flexibel und ohne zusätzlichen Aufwand möglich.

Schwächen zeigte der Mäher auf aufgeweichtem oder sehr sandigen Boden: Hier kam es vor allem im Herbst immer wieder vor, dass sich der Roboter festfuhr. In den meisten Fällen schaffte der Mäher es dank seiner Antriebsschlupfregelung, die via App aktiviert werden kann, sich erfolgreich selbst zu befreien. Das präzise Kantenschneiden gelingt dem Mäher immer dann, wenn er den Übergang zur Rasenkante befahren kann. Direkt am Gartenzaun blieb auf unserem Testrasen längeres Gras stehen, welches manuell nachgearbeitet werden musste.

Insgesamt wirkt der X315E durchdacht, modern und gut verarbeitet. Wer bereit ist, den vergleichsweise hohen Preis zu investieren, erhält einen sehr zuverlässigen Gartenhelfer mit hohem Automatisierungsgrad und innovativer Technik – ideal für mittlere bis große Grundstücke mit komplexen Strukturen.

Für große Gärten
Segway Navimow X315E – kabelloser Mähroboter für bis zu 1500 m² + gratis Ersatzmesser
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Unsere Bewertung:
5,0/5

Was kann der Navimow X315?

Mit der X3-Serie erweiterte das Unternehmen Segway seine Mährobotermarke Navimow 2025 um vier weitere Geräte ohne Begrenzungsdraht. Die X3-Modelle sind für besonders große Gärten konzipiert und schaffen laut Hersteller Flächen von 1.500 bis 10.000 m². Außerdem wurden die Standortbestimmung, Hinderniserkennung und Routenplanung im Vergleich zu den Vorgängermodellen weiterentwickelt.

Wir haben uns den Navimow X315 (für Rasenflächen bis 1.500 m², ab ca. 2.499 € UVP, aber im Onlinehandel auch etwas günstiger zu bekommen) genauer angeschaut und ihn im heimischen Garten einem ausführlichen Praxistest unterzogen. Dafür ist der Mähroboter von Mai bis zur Wintereinlagerung im November 2025 in unserem Testgarten gefahren und wurde dabei genaustens unter die Lupe genommen. Wie sich der Mäher in verschiedenen Jahreszeiten und bei unterschiedlichen Rasenbeschaffenheiten verhalten hat, haben wir für Sie zusammengefasst.

Installation und Einrichtung des Mähroboters

Mähroboter auf seiner Ladestation vor einem blühenden Rhododendron. Im Hintergrund ist eine Hauswand.
Vor dem ersten Ladevorgang wird der Navimow manuell auf die Station geschoben. Ladestation und Antenne (rechts) werden vorher verbunden und ans Stromnetz angeschlossen. Foto: selbst.de / Jessica Jansen

Die Installation von Ladestation und RTK-Antenne (Real-time kinematic positioning-System) war schnell und einfach durchzuführen. Beide Teile lassen sich mit einem Stecksystem zusammenbauen und werden dann unter freiem Himmel am Rasenrand in der Nähe einer Außensteckdose aufgebaut und miteinander verbunden. Den richtigen Standort für Ladestation und Antenne zu finden ist nicht so intuitiv, hier gibt die Navimow-App aber hilfreiche Tipps. Damit der Mähroboter bestmöglich mit der Antenne kommunizieren kann, muss diese in einem offenen Bereich aufgebaut werden. An der Hauswand, in einem Beet oder vor einer Hecke sollte sie hingegen nicht platziert werden.

Der Mäher wird für den ersten Ladevorgang manuell auf die Station geschoben. Parallel dazu haben wir uns weiter mit der Navimow-App vertraut gemacht, die Kontoeinstellungen abgeschlossen und den Rasenroboter mit der App verbunden. Das Gerät wurde sofort über Bluetooth erkannt und im Anschluss noch mit dem WLAN-Netz verbunden.

Obwohl die RTK-Antenne in unserem Testgarten nicht den idealen Standort hatte und im Laufe des Sommers etwas eingewachsen ist, konnte Mowgli sich im Garten zuverlässig orientieren. Beete mit niedrigwachsenden Pflanzen eignen sich daher auch als Standort.

Kartierung und Navigation mit KI-Unterstützung

Eine Frau geht hinter einem Mähroboter her. Beide befinden sich auf einer Wiese, im Hintergrund ist eine Hecke.
Die Steuerung des Mähroboters über die App erinnert an das Fahren eines ferngesteuerten Autos. Foto: selbst.de / Jessica Jansen

Weiter ging es mit der Kartierung der zu mähenden Fläche, die der Mäher mithilfe von künstlicher Intelligenz – Segway nennt es AI Assist Mapping – nahezu eigenständig vornimmt. Hierfür benötigt man die auf dem Smartphone oder Tablet installierte App, die eine Fernsteuerung des Geräts über Pfeiltasten ermöglicht. Aktiviert man den AI-Modus, sucht der Mähroboter sich alleine seinen Weg an der Rasengrenze entlang. Erkennt er die Rasenkante nicht gut genug, lässt sich über die App ganz einfach nachsteuern oder Teile der kartierten Strecke über eine Radiergummifunktion wieder löschen und manuell neu erstellen.

Insgesamt war die Kartierung und auch die spätere Einrichtung von Sperrzonen sehr intuitiv und unkompliziert.

Hinderniserkennung im Alltagstest

Zwei Deko-Enten stehen auf einer Rasenfläche. Direkt hinter ihnen fährt ein Mähroboter der Marke Segway.
Alle von uns getesteten Objekte hat der Navimow X315 problemlos erkannt und ist rechtzeitig abgedreht. Foto: selbst.de/ Jessica Jansen

Schon beim Einrichten der Karte zeigte sich, dass der Mäher durch seinen nahezu vollständigen Rundumblick von 300° sehr sensibel gegenüber Objekten ist. Diesen Eindruck konnte der mit drei Kameras ausgestattete Navimow X315 auch während des Mähbetriebs bestätigen. Die sogenannte VisionFence-Technologie, bestehend aus VisionFence-Sensor, drei Kameras und einem ToF (time of flight)-Sensor sorgt dafür, dass der Mäher über 200 verschiedene Hindernisse aller Art identifizieren kann und frühzeitig abdreht, wenn er sie bemerkt.

Ob der Mähroboter hält, was sein Hersteller verspricht, haben wir uns in unserem Test genauer angeschaut und waren von der Hinderniserkennung begeistert: Er erkannte sowohl kleine, flache Gegenstände wie einzelne Schuhe als auch größere oder sich bewegende Objekte wie eine Gartenbrause, plötzlich anrollende Bälle unterschiedlicher Größe, einen auf dem Rasen liegenden Schlauch oder kleine Deko-Enten und umfuhr diese zuverlässig.

Einziger Nachteil: Auch schnell wachsende oder in einem vorherigen Mähvorgang übersehene Grashalme führten dazu, dass der Mähroboter sie als Hindernis erkannte und um sie herumfuhr – in unserem Test vor allem an Rasenkanten oder Beetübergängen zu beobachten.

Blick auf einen Garten mit Beeten und einem Zaun.
Das kantennahe Mähen am Gartenzaun ist für den Navimow X3 nicht zuverlässig möglich. Arbeitet man stehengelassene Halme nicht manuell nach, vergrößert sich die ungemähte Fläche immer weiter wie hier in unserem Testgarten. Foto: selbst.de / Jessica Jansen

Trimmermodul nur mit Einschränkung nutzbar

Um diesem Problem entgegenzuwirken, stellte Segway im Frühjahr 2025 einen Trimmer als Zusatzmodul (ca. 299,99 € UVP) vor, welcher seitlich am Roboter installiert werden kann. Aus Sicherheitsgründen ist das Zusatzmodul auf dem deutschen Markt aber nur eingeschränkt nutzbar. Benutzer sind verpflichtet, den Trimmer manuell über die App zu steuern, weil die In-App-Taste „Kantentrimmen“ beim Vorgang gedrückt gehalten werden muss. Aus diesem Grund haben wir im Rahmen unseres Tests darauf verzichtet, das im Vergleich zu handelsüblichen Trimmern und Kantenschneidern recht hochpreisige Zusatzmodul zu testen und können auch keine Einschätzung geben, ob Segway mit dem Zusatzmodul hier erfolgreich Abhilfe schafft. Aktuell (Stand Januar 2026) ist der Trimmer nur noch in wenigen Onlineshops erhältlich.

Alternativ sollte der Rasen eine Höhe von 70 Millimetern möglichst nicht übersteigen und frei von blattreichen Wildkräutern wie Spitzwegerich, Ampfer und Löwenzahn sein.

Intelligente Problemlösung mit Antriebsschlupfregelung

Letztere sorgen unter Umständen auch dafür, dass der Mäher sich mit einem der Hinterreifen festfährt und den Mähvorgang kurz pausieren muss. Gelingt es ihm in mehreren Anläufen nicht, sich eigenständig zu befreien, erfolgt eine Benachrichtigung und entsprechende Fehlermeldung über die App. Schwierigkeiten hatte das Gerät auch mit größeren Unebenheiten in Kombination mit sandigem Untergrund, wie zum Beispiel durch Maulwürfe oder Wühlmäuse im Garten hervorgerufen und gegen Ende der Saison mit von Regen aufgeweichtem Boden. In beiden Fällen sollte die Antriebsschlupfregelung in der App aktiviert werden, die die Gefahr des Steckenbleibens verringert und Schäden an der Grasnarbe vermeiden soll.

Winterliche Rasenfläche mit einem erdigen Bereich, in dem sich ein Mähroboter festgefahren hat.
In dieser Kurve fuhr sich der Mähroboter immer wieder fest, sodass der Bereich in der App gesperrt werden musste. Foto: selbst.de / Jessica Jansen

Unser Testgelände stellte den Navimow regelmäßig vor solche Herausforderungen, die er in den Sommermonaten auch in acht von zehn Fällen eigenständig über die integrierte Problemlösungsfunktion löste. Zweimal hatte sich der Roboter auf einem ehemaligen Maulwurfshügel mit einem der Hinterreifen festgefahren und bei seinen Befreiungsversuchen leider nur noch tiefer in den Boden eingearbeitet, was sicherlich auch auf sein stolzes Gewicht von knapp 20 Kilogramm zurückzuführen ist. Hier war manuelle Hilfe erforderlich.

Die Kombination aus hohem Eigengewicht des Roboters und aufgeweichtem Untergrund sorgte in unserem Testzeitraum vor allem im regnerischen Oktober für Probleme. Hier drehten die Reifen an zwei Stellen immer wieder durch und hinterließen unschöne Spuren im Rasen. Lässt man den Mähroboter hier eigenständig nach einem Ausweg suchen, leidet die Rasenfläche schlimmstenfalls noch mehr und muss für den Mäher gesperrt werden, um sich zu erholen.

(1/9)
Eingepackter Mähroboter der Marke Segway in einem braunen Karton.
Der Mähroboter kam gut verpackt auf seinem Testgelände an. Alle Zubehörteile ließen sich problemlos zuordnen und waren schnell zusammengebaut. Foto: selbst.de / Jessica Jansen
Zubehöhrteile der Mähroboter-RTK-Antenne auf einem gepflasterten Untergrund.
Die RTK-Antenne ist in wenigen Schritten zusammengebaut. Hierfür wird lediglich einmal kurz ein Schraubendreher benötigt. Foto: selbst.de / Jessica Jansen
Mähroboter der Marke Segway befindet sich in seiner Ladestation. Über ihm ist eine Hand mit Smartphone zu sehen.
Im Test erkannte die App den Mähroboter bereits nach wenigen Sekunden. Foto: selbst.de / Jessica Jansen
Ein Mähroboter mit orangefarbenen Reifen liegt auf der Seite, sodass die Unterseite und der Schneidteller sichtbar sind.
Der Schneidteller des Navimow X315 hat sechs Messer und eine zusätzliche Anti-Verstopfungs-Schneidscheibe. Foto: selbst.de / Jessica Jansen
Mähroboter der Marke Segway befindet sich auf einer Rasenfläche und wird mit einem Wasserschlauch nass gemacht.
Dank der Wasser- und Staubdichtigkeitsklasse IP66 können Sie den Mäher bei Bedarf einfach mit einem Wasserschlauch reinigen. Foto: selbst.de/ Jessica Jansen
Draufsicht auf einen schwarzen Mähroboter der Marke Segway mit einem rot umrandeten Display auf dem der Fehlercode 6108 zu erkennen ist.
Der Fehlercode 6108 wird vom Navimow X3 ausgespielt, wenn sich der Mähroboter festgefahren hat und nicht in der Lage ist, sich eigenständig zu befreien. Um den Fehlercode zu löschen muss die STOP-Taste gedrückt werden, wenn der Mähroboter befreit worden ist. Foto: selbst.de / Jessica Jansen
Mähroboter der Marke Segway zeigt ein leuchtendes Display mit einem Akku- und einem GPS-Symbol.
Das große Display gibt stetig Auskunft über den Status des Mähers. In diesem Fall werden Akkuladestand und ein stabiles GPS-Signal angezeigt. Ist das GPS-Signal schlecht, verblasst das rechte Symbol. Foto: selbst.de / Jessica Jansen
Mähroboter der Marke Segway auf seiner Ladestation.
Bei einem Eigengewicht von 19,6 Kilogramm ist aufgeweichter Boden der Endgegner für den Navimow X3, weshalb er bei schlechtem Wetter besser auf Station bleiben sollte. Foto: selbst.de / Jessica Jansen
Kurz gemähte Rasenfläche neben mit Steinen eingefasstem Beet.
Ist die Beetkante für den Mähroboter befahrbar, mäht er die Rasenkante trotz Hecke präzise. Foto: selbst.de / Jessica Jansen

Geländetauglichkeit, Sperrzonen und Mähergebnis des Navimow X315

Trotz kleiner Hindernisse bereiteten ihm ebenerdige Hänge in unserem Test keinerlei Probleme. Laut Hersteller sind eben diese mit einer Steigung von bis zu 50% oder Neigung von 27 Grad problemlos schaffbar und vermutlich in solcher Ausprägung auch nur in wenigen Gärten zu finden.

Komplexe Gärten mit vielen Beeten, Wildblumenarealen oder Wegen sind für den Navimow X315 ebenfalls problemlos zu bewältigen. Diese Bereiche erkennt der Mäher nahezu eigenständig. Um sicherzugehen, dass er einen bestimmten Bereich nicht befährt, lassen sich über die Kartierungsfunktion in der App beliebig viele Sperrzonen errichten, indem man den Mäher manuell um die Sperrzone herumfährt. Die zusätzliche Installation von Magnetbändern entlang der Sperrzone ist nicht erforderlich. In unserem Test hat das Gerät einen zuvor als Sperrzone eingerichteten frisch gesäten Bereich immer sauber umfahren.

Probleme hatte der Mäher lediglich mit einer ca. einen Meter breiten Engstelle, die zwei Rasenflächen miteinander verbindet. Hier reagierte er sehr sensibel auf in den Weg wachsende Pflanzenteile und passierte in diesem Fall die Engstelle nicht. Unverrichteter Dinge kehrte er zu seiner Station zurück und markierte den Mähvorgang mit 100 Prozent als beendet. Ein Blick in die App konnte dies jedoch nicht bestätigen.

Mit fortlaufenden Updates konnten wir eine Verbesserung einiger Funktionen des Mähroboters feststellen. Er fuhr sich zum Beispiel seltener fest oder befreite sich über systematisches Wenden selbst, ohne eine Fehlermeldung über die App auszuspielen.

Dass der Mäher aufgrund seiner Größe (698 x 550 x 307 mm) und Kameratechnologie eine solche Engstelle trotzdem nicht durchfährt, wurde von uns nicht negativ bewertet. Dass der Mähvorgang in solchen Fällen jedoch als vollständig erledigt angezeigt wird, warf in unserem Test nach den ersten acht Wochen bereits Fragen auf. Wie bereits erwartet steuerte Segway mit App-Updates nach und der Mäher verbesserte im Laufe der Zeit seinen Umgang mit Engstellen bzw. vermeldete zumindest einige Male, wenn er Bereiche nicht passieren konnte.

Insgesamt sorgte der Mähroboter die ganze Saison für ein stimmiges, schönes Mähergebnis. Alle Navimow-Geräte mähen systematisch in Bahnen, sodass sich nicht nur über die App gut nachvollziehen lässt, wo der Mähroboter bereits gefahren ist. Vorsicht ist lediglich bei schlechtem Wetter und regennassem Gras geboten. Beim Wenden kann es hier zu durchdrehenden Hinterreifen und unschönen Verletzungen der Grasnarbe kommen. Hier setzte der Navimow seinen Mähvorgang nach einem Regenschauer einmal zu schnell wieder fort, was an ungenauen Wetterdaten gelegen haben könnte.

Wir haben bereits eine Vielzahl an Mährobotern für Sie getestet! Lesen Sie dazu auch unseren großen Praxistest, in dem wir gemeinsam mit dem TÜV Rheinland mehrere Modelle unter gleichen Bedingungen getestet haben:

Blick in die Navimow-App und hilfreiche Funktionen

Drei Screenshots aus der Navimow-App. Zwei davon zeigen die Rasenfläche des Testgartens mit zum Teil bereits gemähter Fläche. Der andere Screenshot beschreibt, wie die Antenne im Garten platziert werden sollte.
Die Navimow-App ist übersichtlich und intuitiv nutzbar. Der Mähfortschritt lässt sich engmaschig überprüfen. Foto: selbst.de / Jessica Jansen

Die Navimow-App (nutzbar über Android und Apple) überzeugte uns auf Anhieb. Im gesamten Testzeitraum gab es keinerlei Probleme bei Nutzung der App. Kontoeinrichtung und Verknüpfung des Mähers liefen einwandfrei und zügig. Insgesamt gab die App viele Informationen und, wenn nötig, auch Hilfestellungen, wie beispielsweise beim Finden eines passenden RTK-Antennen-Standorts. Sie ist ansonsten sehr intuitiv nutzbar und nicht mit Funktionen überladen.

Unser Praxistipp für etwas unebene Rasenflächen: Aktivieren Sie unter Mäher -> Erweiterte Funktionen -> Antriebsschlupfregelung. Die Gefahr des Steckenbleibens bei unebenem oder nassem Boden wird dadurch merklich gemindert.

Ausblick auf die Mähsaison 2026

Unser Testgerät wurde vor der Wintereinlagerung noch einmal auf 90% aufgeladen und der Ladezustand wurde im Januar überprüft, um einer Tiefentladung vorzubeugen, bevor er ab März wieder an die Arbeit darf.

Für das aktuelle Jahr hat Segway bereits fünf neue Mähroboter-Serien auf der CES (Consumer Electronics Show) 2026 in Las Vegas vorgestellt. Wir sind gespannt, welche Verbesserungen uns in diesem Jahr in der intelligenten Rasenpflege erwarten und halten Sie auf dem Laufenden.

Der Navimow X315E ist für Flächen bis zu 1.500 m² ausgelegt und schafft es, diese Flächengröße innerhalb von 24 Stunden zu mähen, auch wenn dies je nach Flächenbeschaffenheit in der Regel mehrmaliges Nachladen erfordert. Ein tägliches Mähen wäre also möglich, ist jedoch nicht immer sinnvoll. Die genaue Häufigkeit ist von mehreren Faktoren wie zum Beispiel Wetterbedingungen, Grassorte oder Flächennutzung abhängig. In unserem Test ist der Mäher alle drei Tage gefahren und konnte die Fläche gleichmäßig auf vier Zentimeter halten.

Ja, über die Navimow-App lassen sich beliebig viele Zonen erstellen und Übergänge zwischen zwei Zonen einrichten. Jede Zone lässt sich individuell verwalten. Sie können auch eine zusammenhängende Rasenfläche in mehrere Zonen unterteilen und nach Belieben wieder miteinander verbinden.

Engstellen und Übergänge von einer zur anderen Mähzonen werden vom Navimow in der Regel problemlos erkannt, wenn sie eine Breite von einem Meter nicht unterschreiten. In unserem Test hatte der Mäher jedoch Probleme, wenn Pflanzenteile auf die zu befahrende Engstelle ragten. Hier drehte er teilweise ab und versuchte auch nicht die Engstelle erneut zu passieren.

Um den Navimow X315E auszuschalten, muss er manuell aus der Ladestation geschoben werden. Drücken Sie die OK-Taste im Anschluss drei Sekunden lang. Der Mäher schaltet sich außerdem automatisch ab, wenn er sich bei einem Akkustand von 0% noch auf der Rasenfläche befindet. Er ist dann auch nicht mehr über die App ansteuerbar.

Wie viel Fläche der Navimow X315 bei einmaliger Akkuladung schafft, hängt stark von der Beschaffenheit der Fläche ab. In komplexen Gärten mit vielen Beeten, Hindernissen oder Engstellen muss der Mäher häufiger wenden, was sich negativ auf die Effizienz auswirken kann. Auf unserer anspruchsvollen Testfläche hat der Navimow durch mehrmaliges Festfahren und Korrigieren mit einer Akkuladung nur rund 200 Quadratmeter geschafft. In der Regel sollten aber kompakte Flächen zwischen 500 und 800 Quadratmeter mit einer Akkuladung (120 min) problemlos machbar sein.

Ja, die komplette X-Serie ist nach Klasse IP66 wasser- und staubdicht und damit nicht nur bei extremen Wetterbedingungen einsetzbar, sondern auch einfach mithilfe eines Schlauchs oder Hochdruckreinigers (mit Vorsicht!) zu reinigen.

Ja, die gesamte X-Serie ist wetteradaptiv. Das bedeutet, dass der Mähroboter Echtzeit-Wettervorhersagen nutzt, um seinen Mähbetrieb bei bevorstehendem Regen präventiv zu unterbrechen und zu seiner Station zurückzukehren. In unserem Test kam es jedoch mitunter vor, dass der Mäher noch bei einsetzendem Regen unterwegs war oder zu früh seinen Mähbetrieb fortgesetzt hat, was sich mitunter negativ auf die Grasnarbe auswirken kann.

Wenn das Wetter zunehmend schlechter wird und sich das Graswachstum einstellt, meist spätestens im November, sollte der Navimow an einen trockenen, frostfreien Ort (Keller/Garage) gebracht werden. Der Hersteller empfiehlt auch den Abbau der RTK-Antenne und der Ladestation. Reinigen Sie den Mähroboter einmal gründlich vor der Winterlagerung und laden Sie ihn auf ca. 80-90% auf. Im Anschluss sollte das Gerät ausgeschaltet und die App in den Wintermodus umgestellt werden. Prüfen Sie im Januar die Akkuladung erneut, um eine Tiefentladung zu vermeiden. Bei einem Ladezustand von unter 40% sollten Sie den Mäher vor der Saison erneut aufladen.

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