Gründüngung im Gemüsebeet

Klee als Gründüngung

Das Auflockern des Bodens macht ganz schön viel Arbeit. Und wirklich besser wird er dadurch auch nicht. Damit Sie weder chemischen Dünger noch Kompost verwenden müssen, können Sie Klee als Gründünger verwenden.

Klee im Rasen
Klee als Gründüngung kann den Boden verbessern. Foto: Pixelio / Hoernchen118
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Niemand möchte Klee im Rasen haben. Dabei ist Klee gar nicht so schlimm, wie man immer denkt. Denn eigentlich kann Klee als Gründüngung den Boden verbessern und nährstoffreicher machen. Aber was ist Gründüngung? Und wann verwendet man Klee als Gründüngung?

Was ist Gründüngung mit Klee?

Wer Obst und Gemüse anbaut kennt das Problem: Der Boden ist nicht wirklich ideal. Doch Gründüngung soll den Boden verbessern. Dabei ersetzt Gründüngung nicht einen chemischen Dünger, sondern es geht darum, dass der Boden aufgelockert und Wasser besser gespeichert wird. Dafür werden Pflanzen wie z.B. Klee etwa im Oktober angebaut, die den Boden durchwurzeln. Schmetterlingsblütler und Kleearten haben zusätzlich noch den Nebeneffekt, dass der Boden nährstoffreicher wird. Denn die Pflanzen wandeln den Stickstoff aus der Luft in Nitrat um, welches über die Wurzeln von Pflanzen aufgenommen und verwertet werden kann.

Weißklee
Klee ist viel mehr als einfach nur Unkraut. Foto: photon64 / iStock

Praxistipp: Was Sie noch im Oktober im Garten erledigen sollten, sehen Sie in unserem Gartenkalender >>

Wann Klee als Gründüngung nutzen?

Wenn man im Herbst alle Beete abgeerntet hat, kann man mit der Gründüngung beginnen. Dafür geht man eigentlich genau so vor, wie beim Rasen aussäen. Lediglich das Einebnen wird ausgelassen.

  1. Entfernen Sie Unkraut und harken Sie den Boden. Große Erdklumpen sollten zerkleinert werden.
  2. Dann säen Sie die Kleesamen und wässern den Boden, wenn er zu trocken ist.

Und ab diesem Punkt ist es wichtig, ob Sie Klee gesät haben der winterfest ist. Denn wenn der Klee nicht winterhart ist, müssen Sie die Pflanzen vor der Samenreife abmähen. Das Mähgut wird einfach liegen gelassen und verrottet dort. Bei der nächsten Bepflanzung des Bodens, wird dieses einfach mit eingearbeitet.
Bei winterhartem Klee können Sie die Pflanzen bis zum nächsten Frühling stehen lassen und es dann mähen und in den Boden einarbeiten. Im Frühjahr (etwa 4 Wochen nach der Einarbeitung des Mähguts) können Sie die Beete dann neu bepflanzen.

Welche Kleearten für Gründüngung?

Rot- und Weißklee sind in den meisten Regionen winterhart. Auch der nach Honig duftende persische Klee ist meist winterfest. Daher können diese Kleearten gut für die Gründüngung genutzt werden.
Praxistipp: Gründüngung ist nicht nur für Ihren Boden gut: Bienen freuen sich über die neue Futterquelle.

Neben diesen drei Kleearten können auch Phacelia, Lupinen und Gelbsenf zur Gründüngung verwendet werden.

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