Gründüngung mit Gelbsenf

Auch im Herbst müssen die Beete nicht leer bleiben. Gelbsenf kann in den kalten Monaten als Zwischenfrucht gepflanzt werden. So haben Sie nicht nur würzige, frische Kräuter im Garten, sondern der Gelbsenf kann auch als Gründüngung den Boden verbessern.

Gründüngung ist eine nachhaltige Art, den Nährstoffgehalt im Beet zu erhöhen. Das Video zeigt, welche Pflanzen sich besonders als Gründünger eignen:

Video Platzhalter
Video: Glutamat

Durch Gründünger wie Gelbsenf kann der Boden in Beeten verbessert werden. Das hat gleich mehrere Vorteile: Gelbsenf als Gründünger lockert mit seinen tiefen Wurzeln die Erde auf und sorgt dafür, dass das Beet nicht von Unkraut überwuchert wird. Zusätzlich verhindert Senf, dass die Nährstoffe aus dem Boden gewaschen werden.

Gelbsenf oder Klee: Welchen Gründünger?

Neben Gelbsenf können auch verschiedene Kleearten, Phacelia und Lupinen als Gründünger verwendet werden. Aber welcher Gründünger ist am besten?

  • Gelbsenf: Senf ist ein gelb blühender Kreuzblütler und wächst schnell. Innerhalb von 4-5 Wochen ist das Beet überwuchert. Daher kann Gelbsenf auch erst im Oktober ausgesät werden. Die Wurzeln lockern den Boden bis in eine Tiefe von 1,50 m auf. Im Winter erfriert Gelbsenf. Wenn Sie die Pflanze vorher schneiden, können Sie den Schnitt als Frostschutz auf das Beet legen.
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  • Lupinen: Lupinen wurzeln bis zu 3 Meter tief und sind daher z.B. nach einem Hausbau ideal, um den Boden aufzulockern. Sie benötigen bis zu 15 Wochen Kulturzeit und können den Boden auflockern und gleichzeitig mit Nitrat anreichern. Nitrat ist ein wichtiger Pflanzennährstoff und lässt Ihre Beete üppig blühen.
  • Phacelia: Die blau blühende Phacelia braucht etwa 6-9 Wochen. Bereits nach 3 Wochen kann das Beet aber schon überwuchert sein. Da die Pflanze besonders viele Insekten anzieht, passt sie gut zwischen Obstbäume und -sträucher. Auch die Phacelia kann geschnitten werden und das Beet vor dem Austrocknen schützen.
  • Klee: Klee als Gründüngung kann etwa im Oktober angelegt werden und reichert ebenfalls den Boden mit Nitrat an. Damit sich Klee nicht unkontrolliert verbreitet, müssen Sie nicht winterfesten Klee vor der Samenreife abmähen. Winterfester Klee (z.B. Rot- oder Weißklee) kann auch erst im nächsten Jahr abgemäht werden, weil die Pflanze (und deren Samen) im Winter erfriert.

Da Gelbsenf ein Kreuzblütler ist, sollte er nicht immer die erste Wahl der Gründüngung sein. Denn Kreuzblütler dürfen nur alle vier Jahre an der selben Stelle gepflanzt werden. Beachten Sie also die Fruchtfolge.

Gelbsenf als Gründünger: Fruchtfolge beachten

Wenn Sie in einem Beet in den letzten drei Jahren einen Kreuzblütler wie z.B. Grünkohl oder Radieschen gepflanzt haben, ist dieses Beet nicht für die Gründüngung mit Gelbsenf geeignet.

Gründüngung mit Gelbsenf
Foto: iStock / undefined undefined

Denn Kreuzblütler sollten nicht jedes Jahr im gleichen Beet gepflanzt werden. Sie zählen zu den Starkzehrern und verbrauchen sehr viele Nährstoffe. Dadurch kann Bodenmüdigkeit ausgelöst und ein Befall mit der Pflanzenkrankheit Kohlhernie gefördert werden. Nach der Bepflanzung mit einem Starkzehrer, sollten Sie das Beet mit einem Schwachzehrer bepflanzen. Dazu zählen zum Beispiel Möhren, Kräuter wie Basilikum und Petersilie oder auch Spinat und Salat.

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