Körnerfutter für Fink & Sperling selber machen
Heimische Vögel verbringen gern Zeit in unseren Gärten oder auf unserem Balkon – vor allem, wenn wir den Wildvögeln in den kalten Wintermonaten ein paar Wildvogelfutter-Leckereien in den Baum hängen!
Wer im Garten ein Futterhaus aufstellt, kann Fink und Sperling nicht nur durchs Fenster aus nächster Nähe beobachten, sondern hilft diesen Arten vor allem, den Winter gut genährt zu überstehen. Futter kann man auch das ganze Jahr geben, doch gerade, wenn die Temperaturen am Gefrierpunkt kratzen, freuen sich die Wildvögel über jede Futterstätte. Je nach Art wird allerdings unterschiedliches Wildvogelfutter bevorzugt. Fink und Sperling bevorzugen ein Körnerfutter mit Nüssen und Weizen, während andere Vogelarten wie Amsel, Rotkehlchen und Star eher weicheres Wildvogelfutter (z. B. Meisenknödel) aufsuchen.
Rezept: Wildvogelfutter selber mischen
Sie können das körnige Wildvogelfutter selber mischen. Dieses Rezept reicht für etwa sechs bis acht große Ausstechförmchen. Sie benötigen ca. eine Stunde für die Zubereitung des Futters, da es etwa 12 Stunden erkalten muss.
Praxistipp: Im Kühlschrank geht es schneller.
- 250 Gramm Kokosfett
- 70 Gramm Haferflocken
- 50 Gramm Weizen, ganzes Korn
- 50 Gramm Sonnenblumenkerne
- 50 Gramm Mohn
- 30 Gramm Macadamianüsse
Auch andere Kerne wie Erdnüsse können zugegeben werden. Bei der Auswahl der Zutaten des Wildvogelfutters sollten Sie darauf achten, keine salzigen Komponenten wie Speck oder Salzkartoffeln zu verwenden. Auch Brot ist nicht zu empfehlen, da es draußen schnell verdirbt und im Magen der Wildvögel aufquellen kann. Vermengen Sie einfach alle trockenen Zutaten mit dem erhitzten Fett in einem Eimer oder einer Schüssel und rühren Sie kräftig um. Sobald die abkühlende Masse eine teigähnliche Konsistenz erreicht, können Sie diese in die Förmchen geben.
Die Bildergalerie oben und das Video zeigen, wie Sie das Wildvogelfutter selber mischen:
Praxistipp: Auch im Sommer können Sie den Vögeln Futter geben. Über Erdnüsse, Sonnenblumenkerne und Co. freuen sich die gefiederten Freunde. Nur in der Zeit der Jungvögel (April bis Juli) sollten Sie bei der Fütterung entweder ganz aussetzen oder nur noch mit Insekten füttern. Denn Insekten verfüttern die Vögel auch an ihre Kinder.
Ist das Vogelfutter fertig, sollten Sie es im Garten oder auf dem Balkon an einer gut überschaubaren Stelle aufhängen, damit die Vögel herannahende Katzen rechtzeitig bemerken können. Achten Sie auch darauf, die Futterstelle der Wildvögel unbedingt sauber zu halten, um Krankheitserreger und Bakterien zu vermeiden, die sich gern über verdrecktes Futter verbreiten und sogar auf den Menschen übertragbar sein können.
Praxistipp: Wer lieber auf Meisenknödel aus dem Supermarkt zurückgreifen möchte, sollte darauf achten, dass das Netz der Knödel nicht aus Plastik besteht, da Vögel sich dort leicht mit ihren Krallen verheddern!
Wo kaufe ich Wildvogelfutter?
Wem das Wildvogelfutter selber mischen zu viel Aufwand ist, kann es auch kaufen. Verschiedene Hersteller bieten Ihr Streufutter und Fettfutter für den Winter in Gartencentern oder Drogerien an. Mittlerweile ist Vogelfutter auch in Discountern oder im Supermarkt erhältlich. Man kann Vogelfutter aber auch online kaufen und sich liefern lassen.
- Wo kann man günstiges Wildvogelfutter kaufen? Vergleichen Sie die Preise. Oft erhält man im Internet günstigere Mischungen an Streufutter. Doch das ist nicht immer hochwertig.
- Welches Wildvogelfutter ist das beste? Das beste Vogelfutter ist hochwertiges Wildvogelfutter und oftmals etwas teurer. Gut ist es, wenn Sie hochwertiges Vogelfutter kaufen, welches kein Ambrosia enthält. Denn aus den Körnern wachsen Pflanzen, die bei Menschen zu starken Allergien führen können.
- Praxistipp: Im Handel erhalten Sie auch geeignete Nuss-Stangen oder Jahreszeiten Mischungen an Streufutter, welches Sie zur ganzjährigen Fütterung nutzen können.
Wildvögel füttern: Was ist erlaubt und was nicht?
Vögel im Garten füttern – ist das erlaubt oder nicht? Auch auf dem eigenen Grundstück müssen einige Dinge beachtet werden, um Nachbarn oder Anwohner nicht zu stören. Grundsätzlich ist die Fütterung der Wildvögel erlaubt – dennoch gibt es ein paar Regeln zu beachten: Entsteht durch das Füttern von Wildvögeln unverhältnismäßig viel Schmutz durch Kot oder Körnerhülsen, der die Nachbarn stören könnte, so kann dies laut Landgericht Berlin eine Mietminderung rechtfertigen. Um die Verschmutzung und das Konfliktpotenzial mit den Nachbarn so gering wie möglich zu halten, kann es schon helfen, Futterhäuschen statt offener Futterteller zu benutzen. Trotzdem ist das Streufutter geben an Wildvögeln kein sogenannter ,,vertragswidriger Zustand" und kann vom Vermieter nicht beanstandet werden.
Achtung: Das Füttern von Tauben dagegen ist in vielen Städten und Gemeinden aufgrund des hohen Parasitenbefalls und der Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern verboten. Sollten Sie Besuch von Tauben in Ihrem Garten bekommen, die sich an der Futterstelle für Wildvögel zu schaffen machen, können kleinere Futterhäuschen mit schmalen Eingängen oder Futtersilos helfen, die grauen Vögel fernzuhalten.
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