Unkraut abflammen

Unkraut mit Hitze bekämpfen

Unkraut lässt gepflasterte Flächen wenig einladend erscheinen und kann zu Schäden im Unterbau führen. Um das zu vermeiden, können Sie Unkraut abflammen.

Unkraut abflammen Unkraut mit Hitze bekämpfen
Beim Unkraut abflammen sorgt die Gasflamme für schnelle Ergebnisse. Foto: sidm / MMM
Auf Pinterest merken

Kratzen, bürsten, brennen, chemisch behandeln – die Möglichkeiten der Unkrautbekämpfung auf befestigten Flächen sind breit. Beim Unkraut abflammen erweist sich dabei als besonders bequemes und auch schonendes Verfahren – teilweise muss man allerdings etwas Zeit einplanen. Bei den Heißluft- und Flammgeräten geht es darum, die störende Pflanze soweit zu erhitzen, dass die Zellflüssigkeit in den Pflanzenzellen zum Gerinnen gebracht wird. Dazu muss die Hitze einige Sekunden einwirken – das Gerät sollte also entsprechend langsam über die zu behandelnde Fläche geführt werden.

Beim Unkraut abflammen werden die Zellwände durch Ausdehnung gesprengt. Im Idealfall sorgt dies nicht nur für einen kurzfristigen Effekt, sondern erzielt eine dauerhafte Beseitigung des Unkrauts. Somit können auch hartnäckige Pflanzen effektiv behandelt werden.

Unkraut abflammen: Elektrisch oder gasbetrieben?

Bei der thermischen Unkrautvernichtung unterscheidet man hauptsächlich zwei Gerätearten: Elektrobrenner und Unkrautbrenner, die mit Gas betrieben werden. Beide Arten haben dabei ihre Vor- und Nachteile. Wir geben einen Überblick.

Wenn Sie nie wieder Unkraut abflammen oder jäten möchten, helfen Ihnen die Tipps aus dem Video:

Video Platzhalter
Video: wochit

Elektrobrenner

Wer Strom im Garten hat und keine Probleme mit Kabeln hat, kann einen Elektrobrenner benutzen. Wir haben zwei Modelle von Gloria ausprobiert. Der Termoflamm bio Electro erzeugt punktuell mit etwa 2000 Watt rund 650°C. Der Thermoflamm bio Fix kann flächendeckend angewendet werden und erzeugt mit seinen 1100 Watt sogar 800°C. Dabei wird der Flächenheizer auf kleinen Rollen geführt. Man schiebt Ihn langsam über die Fläche. Besonders praktisch bei beiden Modellen: Eine Zugentlastung unter dem Griff verhindert, dass sich die Verlängerungsleitung löst.

Gasbetriebene Unkrautbrenner

Etwas flexibler sind Sie mit einem gasbetriebenen Unkrautbrenner. Die Flamme wird hier bequem auf Tastendruck per Piezo-Zünder entfacht.Die Gasflamme sorgt dann für schnelle Ergebnisse. Das handliche Gerät können Sie ganz mobil mit einer Hand führen. Besonders sicher ist, dass die Kartusche einfach aufgeschraubt und auch teilentleert demontiert werden kann.

Die Hitze sollte einige Sekunden einwirken, um ca. 70° C zu erreichen. Foto: sidm / MMM

Unkraut abflammen: Wirkung

Eine typische Stelle, um Unkraut abzuflammen ist der Grasbewuchs in Ritzen von Pflastersteinen. Egal, ob Sie einen Elektrobrenner oder einen gasbetriebenen Unkrautbrenner benutzen: Nach der Behandlung ist die Zellstruktur zerstört. Direkt nach der Behandlung kann die Pflanze aber durchaus noch unbeschädigt aussehen. Sie vertrocknet jedoch innerhalb weniger Tage ohne weiteres Zutun. Je nach Material und Fugenbreite des Pflasters gelangt die Hitze bei der ersten Behandlung eventuell nicht bis in den Wachstumsbereich der Pflanze vor – dann wachsen ihre Blätter nach ein bis zwei Wochen nach und sollten erneut behandelt werden. Dadurch wird die Fotosynthese in den grünen Pflanzenteilen erneut unmöglich gemacht – das Unkraut stirbt schließlich an Unterversorgung ab und wächst dann auch nicht nach.

Das könnte Sie auch interessieren ...

Aus selbst 6/2020
Elektroschubkarre - Foto: iStock/ AleksandarNakic
Ohne Muskelkraft
Elektroschubkarre: Für den einfachen & schnellen Transport

Während klassische Schubkarren mit recht viel Muskelkraft geschoben werden müssen, versprechen Elektroschubkarren eine entspanntere und rückenschonende Alternative. Doch welche Elektroschubkarre ist das richtige Modell für Sie und woran ist ein gutes Produkt überhaupt zu erkennen?

Stihl - Foto: STIHL
Nachhaltiger Garten & Artenvielfalt
Kirschlorbeer ersetzen: Die besten Alternativen im Überblick

Eine Hecke im Garten schützt vor Lärm und bietet Privatsphäre. Sie kann außerdem ein wichtiger Lebensraum für Tiere sein und Insekten Nahrung liefern. Bei Heckenpflanzen wie Thuja- oder Kirschlorbeer kommt dieser Aspekt aber eher zu kurz. Doch die Biodiversität lässt sich durch zusätzliche Wildsträucher und Stauden verbessern.

Welche Erde fürs Hochbeet? - Foto: sidm / MMM
Hochbeetfüllung
Welche Erde fürs Hochbeet wählen? Tipps für die perfekte Mischung

Damit Gemüse- oder Zierpflanzen im Hochbeet gut gedeihen, kommt es auf die richtige Hochbeetfüllung an. Doch: Welche Erde eignet sich fürs Hochbeet?

Hornspäne - Foto: sidm / TH
Natürlicher Dünger für kräftige Pflanzen
Hornspäne: Wirkung, richtige Anwendung und Tipps für Ihren Garten

Ausreichend Stickstoff für ein gesundes Pflanzenwachstum und umweltfreundlich aus 100 Prozent...

Eine Hand streut Komposterde um eine kleine grüne Pflanze, die auf einem braunen, offenen Feld wächst. - Foto: iStock/Singkham
Grundlagen für fruchtbare Böden
Organischer Dünger: Wirkung, Anwendung und Tipps für gesunden Garten

Bio ist immer besser? Während das beim Düngen nicht immer der Fall ist, bietet organischer Dünger doch einige Vorteile gegenüber mineralischem NPK-Dünger. Warum Biodünger im Garten so wichtig ist und wann es doch sinnvoll sein kann, auf „künstliche“ Varianten auszuweichen, erklären wir in folgendem Artikel.

Kunstdünger - Foto: iStock / iamporpla
Mehr Ertrag und Blütenpracht im Garten
Kunstdünger: Wirkung, Anwendung und Tipps für Garten & Beete

Neben organischen Düngern gibt es auch Kunstdünger, die den Pflanzen beim Wachsen und Gedeihen helfen sollen. Doch so ganz unbedenklich sollte man Kunstdünger nicht verwenden ...