Paketbox selber bauen: Schritt für Schritt
Hat man vor der Haustür Platz dafür, ist eine Paketbox eine feine Sache: In ihr kann der Bote Päckchen und Pakete ablegen, ohne dass Unbefugte Herangelangen. Mit etwas Geschick lässt sich eine solche Paketbox selbst bauen. Wir zeigen, wie's geht.
Werkzeuge:
Akkuschrauber, Handkreissäge, Stichsäge, Zwingen, Schnellspanner, Schraubendreher, Winkel, Bohrer/Bits, Gehrungslade, (Japan-)Säge, Tieflochmarkierer
Vom Prinzip erinnern Paketboxen an Altkleider-Container: Man öffnet den Deckel, legt etwas in die Ablage und beim Verschließen fällt es nach unten hinein, sodass man nicht mehr herankommt. Das gelingt nur von vorne mit dem Schlüssel. Vielleicht sollte man beim Bau deshalb auch nicht zum billigen Aufschraubschloss für sechs Euro greifen, sondern einem teuren Schloss mit Schließzylinder statt einfachem Buntbartschloss den Vorzug geben. Aber das hängt davon ab, welche Werte Sie sich zuschicken lassen.
Paketbox selber bauen: Material
Die von uns gezeigte Paketbox besteht aus Fichte-Dreischichtplatten in 12 und 19 mm Stärke. Für die seitliche Verkleidung wurden wetterfeste Lärcheleisten verwendet, für die regendichte Abdeckung Aluminiumblech. Da Fichte nicht witterungsfest ist, sollte man Bereiche aus diesem Material außen streichen.
Wichtig sind auch die Füße, die man unter die Box schrauben sollte, um Bodenkontakt zu vermeiden. Und vergessen Sie nicht den Schaumstoff innen am Boden: Er sorgt für einen weichen Aufprall der eingeworfenen Pakete, damit nichts zu Bruch geht.
Schritt-für-Schritt-Anleitung
In der folgenden Bildergalerie finden Sie die Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Paketbox:
Die komplette Materialliste inklusive genauer Maßangaben, sowie eine detaillierte Zeichnung der Paketbox finden Sie hier zum kostenlosen Download als PDF:
Materialliste & Zeichnung
Download (4.31 MB)Für wen lohnt sich eine Paketbox?
Eine Paketbox ist nicht ganz günstig, auch wenn man sie selbst baut: Mit rund 300 Euro Materialkosten kann man rechnen. Kauft man sie fertig von der Stange, können je nach Größe auch 500 Euro fällig werden. Sie ist deshalb nur sinnvoll, wenn man sie wirklich benötigt. Aber das kann schnell der Fall sein, wenn man weit weg vom nächsten Paketshop wohnt und auch die Packstation nicht um die Ecke liegt.
Eine eigene Box spart einem dann Wegstrecke, Zeit und Spritgeld. Selbstverständlich bietet die eigene Paketbox auch ein deutliches Komfortplus für alle, die häufig Pakete erhalten, aber tagsüber nicht daheim sind. Vielleicht entlastet sie sogar die Nachbarn, die sonst Pakete für Sie annehmen, und verbessert das nachbarschaftliche Verhältnis.
Fix und fertige Paketboxen
Je nach Größe erhält man schon ab ca. 150 Euro Paketboxen, die vom Prinzip ähnlich funktionieren wie die hier gebaute. In der Regel sind Kaufboxen allerdings aus Edelstahl oder Aluminium. Und je größer und stabiler sie ausfallen, desto teurer wird's – über 500 Euro sind auch kein Problem.

Paketboxen mit elektronischem Schloss werden per Code geöffnet, sowohl vom Eigentümer als auch von Boten. Diesen muss man im Vorfeld die persönlichen Zugangscodes mitteilen, gleichfalls Freunden oder Nachbarn. Preiswert ist das nicht. Bereits kleine Modelle kosten schnell über 500 Euro.
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