Häckseln

9 Fragen rund ums Häckseln

Gartenhäcksler häckseln den Rückschnitt und schaffen so Platz auf dem Kompost. Doch das Häckselgut ist nicht nur für den Kompost gut. Es hat noch viele weitere sinnvolle Verwendungen. Wir beantworten Ihnen die 9 wichtigsten Fragen rund ums Häckseln.

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Wer darüber nachdenkt, einen Häcksler zu kaufen, hat viele Fragen. Was kann man häckseln? Welche Häcksler gibt es? Was mache ich mit dem Häckselgut? Und wie muss ein Gartenhäcksler nach dem Häckseln gepflegt werden? Wir haben diese und weitere Fragen zusammengefasst und auch die Antworten parat.

1. Was kann man häckseln?

Ein Häcksler kann vielfältige Materialien häckseln. Dazu zählen z.B. Laub, Grünschnitt, Äste, Zweige, Heckenschnitt und auch Obst- oder Gemüsereste. Wichtig ist, dass Sie nur organisches Material häckseln. Steine, Metall oder Kunststoff haben im Häcksler nichts zu suchen. Es kann den Gartenhäcksler beschädigen und ist nicht biologisch abbaubar. Daher sollten Sie vor dem Häckseln das Schnittgut genauer unter die Lupe nehmen und Metall und Co. aussortieren.

9 Fragen rund ums Häckseln
Beim Häckseln werden Äste und Grünschnitt zerkleinert. Foto: iStock/Grahamphoto23

2. Häcksler kaufen oder mieten?

Gartenhäcksler sind nicht günstig. Daher ist die Frage, ob man sich direkt einen Häcksler kauft oder erst mal nur mietet, eine berechtigte Frage. Wenn es nur darum geht, das Schnittgut zu entsorgen, können Besitzer von kleinen Gärten Laub und Co. auch bei speziellen Sammelstellen abgeben. Wenn Sie aber einen großen Garten haben, lohnt es sich das Häckselgut auch anders zu verwerten. Die Frage, ob man sich einen Häcksler kaufen oder mieten soll, ist von der Größe des Gartens abhängig, aber auch davon, wie viel Sie häckseln. Bei gelegentlichem Häckseln lohnt es sich, das Gerät und den Preis zu teilen. Vielleicht haben Sie ja einen Nachbarn, der auch Interesse an einem Häcksler hat?

3. Wie schützt man sich beim Häckseln?

Ein Häcksler ist eine Maschine. Und genau wie bei jeder anderen Maschine sollten Sie auch beim Häckseln auf eine Schutzausrüstung achten. Besonders wichtig sind dabei eine Schutzbrille und Gartenhandschuhe. So schützen Sie z.B. Ihre Augen vor herumfliegenden Pflanzenteilen. Wenn Sie auch hartes Holz häckseln, kann es auch etwas lauter werden. Dann ist ein Gehörschutz zu empfehlen. Einen Atemschutz benötigen Sie nur, wenn das Material sehr trocken ist und stark staubt.

4. Welche Häcksler gibt es?

Häcksler ist nicht gleich Häcksler. Genau so vielseitig wie das Schnittgut sind auch die verschiedenen Gartenhäcksler. Es gibt Walzen-, Messer-, Leise-, Kombi- und Benzinhäcksler und jedes Gerät hat seine Vor- und Nachteile. Walzenhäcksler zerquetschen das Schnittgut. Sie sind daher besonders für Äste gut geeignet. Wenn Sie auch Laub oder Grünschnitt häckseln möchten, ist ein Messerhäcksler besser geeignet. Ein Leisehäcksler ist deutlich leiser als andere Häcksler und funktioniert wie ein Walzenhäcksler: Die Walzen zerquetschen und durchtrennen Äste und Grünschnitt gleichermaßen. Auch Kombihäcksler sind eine Mischung aus Walzen- und Messerhäcksler und können vielseitig eingesetzt werden. Bei Benzinhäckslers ist der Vorteil, dass sie kein Kabel haben. So können Sie sich mobil bewegen und den Gartenhäcksler dort einsetzen, wo Sie ihn gerade brauchen.

5. Welcher Häcksler ist der richtige?

Bevor Sie sich einen Häcksler kaufen, sollten Sie sich überlegen, was Sie hauptsächlich häckseln. Denn daran sollten Sie erkennen, was für einen Gartenhäcksler Sie brauchen. Wenn Sie sich bei der vielen Auswahl nicht entscheiden können, kann Ihnen unser ausführlicher Häcksler-Test weiterhelfen. In diesem haben wir 9 Häcksler gemeinsam mit dem TÜV Rheinland getestet:

6. Elektro- oder Benzinhäcksler?

Wenn Sie sich die Frage stellen, was praktischer ist, sollten Sie sich an der Größe Ihres Gartens orientieren. Haben Sie einen kleinen bis mittelgroßen Garten reicht ein Elektro-Häcksler vollkommen aus. Bei einem größeren Garten mit vielen Hecken und Bäumen, ist ein Benzinhäcksler praktischer. Denn mit einem Benzinhäcksler können Sie das Gerät auch ganz einfach verschieben und müssen nicht das gesammelte Schnittgut durch den ganzen Garten tragen. Gleichzeitig hat ein Benzinhäcksler meist mehr Power als ein Elektrohäcksler und beseitigt so das Schnittgut schneller.

7. Wie sieht die Pflege und Überwinterung von Häckslern aus?

Damit Ihr Gartenhäcksler lange hält sollten Sie ihn nach jeder Benutzung so lange laufen lassen, bis sich keine Pflanzenreste mehr im Häcksler befinden. Dann schalten Sie den Häcksler aus, nehmen ihn vom Strom und kehren Sie ihn mit dem Handfeger aus. Wenn der Häcksler stärker verschmutzt ist, können Sie ihn noch kurz auswischen. Vor der Überwinterung sollten alle Messer geschliffen und kleine Reparaturen erledigt werden. Danach folgen auf die beweglichen Teile etwas Öl und pflegendes Spray. So wird der Häcksler vor Rost geschützt.
Praxistipp: Kleinere Reparaturen am Gartenhäcksler können Sie auch selbst erledigen:

8. Was sind die häufigsten Fehler beim Häckseln?

Auch beim Häckseln passieren Fehler. Zu den häufigsten Fehlern bei der Benutzung eines Gartenhäckslers zählen:

  • Zurückschlagende Äste: Am besten kürzen Sie lange Äste und Stöcke vor dem Häckseln.
  • Verstopfter Trichter: Wenn der Trichter verstopft, muss der Stecker gezogen werden, bevor Sie die Verstopfung lösen.
  • Umschalten von Funktionen: Kombigeräte können zwischen der Drehrichtung und zwischen Funktionen wechseln. Sortieren Sie vorher das Schnittgut nach Härtegrad, um nicht ständig hin und her zu schalten.

9. Wohin mit dem Häckselgut?

Das Häckselgut kann im Kompost die Zersetzung beschleunigen. So erhalten Sie schneller nährreichen Humus für Ihre Pflanzen. Aber es muss nicht immer direkt auf den Kompost wandern. Besonders gehäckselte Äste und Zweige können als Belag für den Gartenweg genutzt werden. Ansonsten können Sie das Häckselgut auch als Mulch im Beet verteilen. Dort speichert es Wasser, so dass Sie weniger gießen müssen und schützt im Winter vor Frost.

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