Auffahrt pflastern

Sogar Ungeübte können die passgenauen Betonsteine problemlos verlegen. Die Steine sind farbecht und hart im Nehmen. Für einen dauerhaft starken Auftritt ist ein solider Unterbau das A und O. So können Sie Ihre Auffahrt pflastern.

(1/19)
Foto: sidm / TH, CK

Auffahrt pflastern

Betonsteine machen die Fläche und auch den Weg zum Haus zum Blickfang.

Foto: sidm / TH, CK

Auffahrt pflastern

Nach dem Auskoffern die verdichtete Fläche ebnen und Unrat absammeln. Vor verputzten Wänden Kiesstreifen einplanen.

Foto: sidm / TH, CK

Auffahrt pflastern

Die Schnur markiert die Oberkante der Randsteine. Die Tiefe ergibt sich aus oberer Tragschicht, Fundament und Sichthöhe der Steine.

Foto: sidm / TH, CK

Auffahrt pflastern

Den Magerbeton anrühren und gut vermischen. Er kommt nahezu trocken, höchstens erdfeucht an die Position der Randsteine.

Foto: sidm / TH, CK

Auffahrt pflastern

Die einzelnen Betonhäufchen so verteilen, dass der Beton einigermaßen in der Waage liegt. Achtung: Die Schnur unbedingt in Position lassen. Das Fundament soll unter den Randsteinen etwa 10 bis 15 cm stark sein.

Foto: sidm / TH, CK

Auffahrt pflastern

Die Randsteine aufsetzen und an der Schnur ausrichten. Gut festklopfen, damit sich Steine und Beton stabil verbinden. Praxistipp: Den ersten Stein exakt ausrichten. Daran orientieren sich alle anderen.

Foto: sidm / TH, CK

Auffahrt pflastern

An beiden Seiten weiteren Beton als Rückenstütze anschütten. Dadurch sind die Randsteine bestens fixiert.

Foto: sidm / TH, CK

Auffahrt pflastern

Steine und Beton befeuchten. Dabei vorsichtig bzw. mit sanftem Wasserstrahl arbeiten, damit man den losen Beton nicht wegspült.

Foto: sidm / TH, CK

Auffahrt pflastern

Glattstreichen und gleichzeitig etwas andrücken. Den Beton vor den weiteren Arbeitsschritten einige Tag lang abbinden lassen.

Foto: sidm / TH, CK

Auffahrt pflastern

Den Schotter einfüllen und gleichmäßig verteilen. Das geht mit einem Metallrechen am einfachsten. Anschließend verdichten.

Foto: sidm / TH, CK

Auffahrt pflastern

Als Nächstes ist der Splitt dran, auf dem die Pflastersteine verlegt werden. Auch er wird gleichmäßig verteilt, aber nicht verdichtet.

Foto: sidm / TH, CK

Auffahrt pflastern

Das Niveau der künftigen Pflasterfläche mit Schnur markieren. Diese entweder an eingeschlagenen Stangen oder Steinen befestigen.

Foto: sidm / TH, CK

Auffahrt pflastern

Abziehstangen justieren. Der Abstand beträgt bei den 8 cm dicken Steinen nur 7 cm, da sie beim Rütteln noch gut 1 cm absacken.

Foto: sidm / TH, CK

Auffahrt pflastern

Splitt aufschütten und mit dem Richtscheit und den Stangen als Schienen abziehen, bei verwinkelten Flächen mit einer Maurerkelle.

Foto: sidm / TH, CK

Auffahrt pflastern

Die Fläche nicht mehr betreten. Die Stangen herausnehmen und die zurückbleibenden Rillen mit Splitt auffüllen und glattstreichen.

Foto: sidm / TH, CK

Auffahrt pflastern

Ganze Steine in die Mitte, halbe an den Rand. Die Fugenbreite ergibt sich beim „Multitec“ dank Abstandshalter von selbst. Einheitlich ausgerichtete Steine sehen gefälliger aus und verteilen das Gewicht des Pkw gleichmäßiger.

Foto: sidm / TH, CK

Auffahrt pflastern

Ist der Splitt glatt, legt man Stein für Stein. Arbeiten Sie sich dabei nach vorne weiter und stellen Sie sich auf die verlegten Steine.

Foto: sidm / TH, CK

Auffahrt pflastern

Passt nicht? Widerspenstige Steine bekommen einen Klaps mit dem Gummihammer und fügen sich dann in den Verbund ein.

Foto: sidm / TH, CK

Auffahrt pflastern

Ausgleichen und glattstreichen, falls man aus Versehen doch ins Kiesbett getreten ist und dabei etwas Splitt herausgedrückt hat.

Ob Gehweg oder Auffahrt pflastern– erst einmal steht Knochenarbeit auf der To-do-Liste: Es gilt, die nicht tragfähigen Erdschichten wie etwa den Mutterboden bis zum standfesten Boden abzugraben – je nach vorgesehener Nutzung unterschiedlich tief.

Checkliste Werkzeug

  • Betonmischer

  • Gummihammer

  • Kelle

  • Minibagger

  • Rüttelplatte

  • Wasserwaage

Das sogenannte Planum sollte schon einigermaßen eben sein, das nötige Gefälle von 2% haben und bei befahrbaren Flächen 30-35 cm unter der späteren Pflasteroberkante liegen. Der Unterboden wird verdichtet und dann mit den einzelnen Tragschichten aus Schotter mit absteigender Körnung aufgefüllt. Die Bezeichnung 0/45 steht für einen Mix aus 0 bis 45 mm großen Steinchen. In unserem Fall gibt es keine untere Tragschicht, da die Baumaschinen den kieshaltigen Boden schon verdichtet haben. Die Randsteine kommen auf die untere Tragschicht, die dann gleichzeitig deren frostfeste Gründung ist. Bevor Sie die komplette Auffahrt pflastern, legen Sie eine Pflasterreihe als Muster aus, um den richtigen Abstand für die Randsteine zu ermitteln.

Auffahrt pflastern: So geht's!

Die Auffahrt kann man auch selber pflastern. Aber wie geht man dabei vor? Und was muss man beachten? Unsere Anleitung oben in der Bildergalerie zeigt wie es geht.

Robuste Betonsteine sind ideal für Auffahrten. Völlig farbecht und preiswerter als Naturstein, sind Modelle wie der „Multitec aqua“ Nero Bianco von Kann sogar versickerungsfähig – die fertigen Flächen gelten dann nicht als versiegelt. Betonrandsteine gibt’s in Hellgrau, Anthrazit oder Braun. Die obere Kante ist meist rundlich oder etwas abgeschrägt, manche Modelle haben Nut und Feder. Gängig sind eine Länge von einem Meter, Breiten von 5 bis 10 cm und 20 bzw. 25 cm Höhe. Die Randsteine eignen sich auch bestens zum Abgrenzen von Flächen mit geringen Höhenunterschieden. 

Welcher Beton?

Randsteine stehen in Magerbeton, den es als „Trockenbeton“ im Handel gibt. Bei großen Mengen ist es preiswerter, wenn man den Mix aus Zement und Kies (Körnung 0/8) im Verhältnis 1:8 selbst anmischt.

Wie sieht der Aufbau von Pflasterflächen aus?

Der erste Schritt ist der Bodenaushub, der die Stärke des Unterbaus festlegt. Je mehr die Fläche belastet wird, desto dicker werden die Schichten. Für Fußwege reichen 20 cm unter fertiger Pflasterhöhe, für Stellplätze 40 cm. Randsteine braucht man immer, wenn Pflastersteine in Splitt verlegt werden und sonst unter Belastung seitlich wegrutschen.

Wie der ideale Untergrund für Pflaster aussieht, zeigt das Video:

Video Platzhalter
Video: Glutamat

Bei uns liegen die Pflastersteine in einem gut 5 cm dicken Bett aus einem (fertigen) Brechsand-Splitt-Mix der Korngrößen 1/3 bzw. 2/5. Der Sandanteil sorgt als eine Art Kitt dafür, dass der Splitt nach dem Abrütteln absolut und dauerhaft formstabil bleibt. Die Randsteine stehen mit einer 10-15 cm dicken Kiesschicht unter dem Fundament frostsicher.

Welche Verlegemuster gibt es?

Die Wahl des Pflasterverbunds ist Geschmackssache. Denken Sie aber schon beim Planen daran, dass die Maße der vorgesehenen Steine effizient in die Fläche passen und man nicht ständig mit dem Winkelschleifer und einer Steintrennscheibe stückeln muss. Unser Muster besteht aus 40/ 20/8- und 20/20/8-Steinen und lässt sich damit noch variieren.

Das könnte Sie auch interessieren ...

Aus selbst 3/2018
Elektroschubkarre - Foto: iStock/ AleksandarNakic
Ohne Muskelkraft
Elektroschubkarre: Für den einfachen & schnellen Transport

Während klassische Schubkarren mit recht viel Muskelkraft geschoben werden müssen, versprechen Elektroschubkarren eine entspanntere und rückenschonende Alternative. Doch welche Elektroschubkarre ist das richtige Modell für Sie und woran ist ein gutes Produkt überhaupt zu erkennen?

Stihl - Foto: STIHL
Nachhaltiger Garten & Artenvielfalt
Kirschlorbeer ersetzen: Die besten Alternativen im Überblick

Eine Hecke im Garten schützt vor Lärm und bietet Privatsphäre. Sie kann außerdem ein wichtiger Lebensraum für Tiere sein und Insekten Nahrung liefern. Bei Heckenpflanzen wie Thuja- oder Kirschlorbeer kommt dieser Aspekt aber eher zu kurz. Doch die Biodiversität lässt sich durch zusätzliche Wildsträucher und Stauden verbessern.

Ein Mann kniet im Garten neben einem neu angelegten Weg aus Natursteinen. Mit roter Arbeitshandschuhen verteilt er Sand mit einer Kelle und prüft mit einer Wasserwaage die Ausrichtung der Pflastersteine. Neben ihm liegen Werkzeuge, im Hintergrund stehen Baumaterialien und ein Betonmischer. - Foto: iStock/sturti
Pflaster richtig vorbereiten
Solider Unterbau für Pflaster-Flächen

Bevor die eigentlichen Pflasterarbeiten starten konnten, musste zunächst ein solider und tragfähiger Untergrund geschaffen werden. Dieser bildet die Grundlage für die gesamte Fläche und sorgt dafür, dass das Pflaster später dauerhaft stabil, eben und belastbar bleibt.

Welche Erde fürs Hochbeet? - Foto: sidm / MMM
Hochbeetfüllung
Welche Erde fürs Hochbeet wählen? Tipps für die perfekte Mischung

Damit Gemüse- oder Zierpflanzen im Hochbeet gut gedeihen, kommt es auf die richtige Hochbeetfüllung an. Doch: Welche Erde eignet sich fürs Hochbeet?

Wasser wird mit einem Gartenschlauch auf frisch verfugte Pflastersteine vor einer Garage gespritzt. - Foto: sidm / Archiv
Diese Fehler sollten Sie vermeiden
Pflaster verfugen: Anleitung, Fugenmörtel und unkrautfreie Fugen

Erfahren Sie, wie Sie Pflaster richtig verfugen – von der Materialauswahl bis zur unkrautfreien Fuge. Praxistipps & Anleitung inklusive

Auf einem Dach hat sich viel Schnee angesammelt – an der Dachrinne hängen kristallklare, spitze Eiszapfen - Foto: Hersteller / Braas
Winterdienst
Schneeschäden vorbeugen: So schützen Sie Haus & Dach vor Wintergefahren

Mit praktischen Checklisten und Experten-Tipps Schneeschäden vorbeugen! So schützen Sie Ihr Haus, Dach & Garten vor Schnee, Eis und Frost. Jetzt clever vorbereiten!