Stinkwanzenplage

Stinkwanzen bekämpfen

Die Stinkwanze, taucht nicht nur auf Brennesseln, Disteln, Früchten oder Samen auf, sondern schafft es bei kühlerem Wetter auch ins Haus. Wenn sie sich bedroht fühlen, stoßen sie ein stark stinkendes, haftendes Sekret ab. Was Sie über die Wanze wissen sollten und wie Sie die Stinkwanze bekämpfen können, zeigen wir Ihnen hier.

Stinkwanzen bekämpfen
Die Stinkwanze macht sich auch über Obst und Gemüse her. Foto: Stefanie Abel / pixelio.de
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Die Stinkwanze  (Palomena Prasina), auch bekannt als Gemeiner Grünling oder Gemeine Stinkwanze, kann bis zu 14 mm groß werden und zwischen 12 und 14 Monate lang leben. Im Herbst verfärbt sich ihr helles Grün zu einer braun-rötlichen Farbe, bevor sie nach der Überwinterung erneut grün wird. Obwohl die Wanze für den Menschen generell ungefährlich ist, ist eine allergische Reaktion auf die ausgestoßene Flüssigkeit nicht ausgeschlossen. Außerdem schädigt sie Pflanzen und kann mit ihrem Sekret zudem Haustiere angreifen, die ihr zu nahe kommen. 

In diesen Jahren drohen Stinkwanzenplagen

In Jahren mit langen und trockenen Sommermonaten begegnen uns besonders viele Stinkwanzen. Die idealen Konditionen für die Fortpflanzung der Wanzen sorgen dafür, dass sie im Juli oder August nicht nur ein Mal Eier legen können, sondern im selben Jahr auch die zweite Generation aufwachsen kann. Das hohe Aufkommen wird häufig als Plage bezeichnet: Die andauernden negativen Auswirkungen, wie der Befall der Früchte, sorgen in vielen Gebieten für eine starke Belastung von Hobbygärtnern und Bauern.

Im Laufe des Jahres verändert die Stinkwanze ihre Farbe – ähnlich, wie sich die Blätter verfärben. Foto: Andreas Kern / pixelio.de

Stinkwanze bekämpfen: Was tun?

Stinkwanzen können mit ihrem Sekret Pflanzen angreifen und Früchte ungenießbar machen. Zusätzlich beeinträchtigen sie die Ernte, da sie mit ihrem Rüssel Pflanzensaft aus Früchten und Gemüse saugen. Die befallenen Früchte entwickeln sich nicht mehr normal und bleiben klein und schrumpelig.

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Folgende natürliche Schritte bieten sich zur Bekämpfung der Wanzen im Garten an, ohne weitere Tier- oder Pflanzenarten zu schädigen:

  1. Wenn Sie die Stinkwanzen in Ihrem Garten entdecken, sollten Sie diese zuallererst abschütteln oder mit Handschuhen absammeln. Beachten Sie, dass Wanzen die Fähigkeit haben, sich totzustellen!
  2. Sprühen Sie die befallenen Pflanzen mehrmals täglich mit einer Seifenlauge, bestehend aus Spülmittel oder Kaliseife und Wasser, an.
  3. Neemöl kann direkt auf die Wanzen gesprüht werden und hält diese vom Essen ab.
  4. Rhabarbersud eignet sich als weitere Methode gegen Stinkwanzen. Hierfür werden lediglich 50 Gramm Rhabarber zerkleinert und gemeinsam mit getrockneten Rhabarberblättern über Nacht in einem Liter heißem Wasser eingeweicht. Am nächsten Morgen kann die Flüssigkeit bereits verwendet werden.
  5. Ein Gemüsefliegennetz kann zusätzlich zum Schutz angebracht werden.

Stinkwanzen im Haus

Da der Gemeine Grünling versuchen wird, einen warmen Platz im Haus zu erlangen, um sich bei sinkenden Temperaturen zu schützen, sollten Sie sicherstellen, dass Löcher oder Ritzen an Fenstern und Türen abgedichtet sind. Damit die Wanze bekämpft werden kann, sind verschiedene Lösungsmethoden möglich. Niemals sollten Sie die Stinkwanze zerquetschen, da so das Sekret freigesetzt werden könnte. Auf fünf verschiedene Weisen können Sie sich von dem Ungeziefer befreien:

  1. Der Griff zu dem Staubsauger scheint vielleicht für viele auf den ersten Blick der schnellste und einfachste zu sein. Achtung: Der Geruch kann sich im Gerät ausbreiten, daher sollte der Beutel unmittelbar danach gewechselt werden. Praxistipp: Alternativ können Sie einen Strumpf im Staubsaugerrohr befestigen, in dem die Wanze aufgefangen werden kann.
  2. Klebefallen können als weitere Bekämpfungsmöglichkeit ausgelegt werden. Beachten Sie, dass diese regelmäßig ausgestauscht und entsorgt werden müssen, damit das Sekret keine Spuren hinterlässt.
  3. Die Stinkwanze kann auch in einem Glas gefangen werden, in dem sie nach gewisser Zeit durch Ausscheiden ihres eigenen Dufts nicht überleben würde.
  4. Auch der Einsatz einer Lösung aus Wasser und Spülmittel kann sich als hilfreich herausstellen: Die Wanzen werden mit einer Pinzette zügig in einen Behälter, der aus 1/5 Spülmittel und 4/5 Wasser besteht, geworfen.
  5. Eine Sprühflasche, die mit 240 ml Wasser, 120 ml Essig und 60 ml Spülmittel gefüllt wird, eignet sich nicht nur für das Besprühen des Gemeinen Grünlings, sondern lässt sich auch für Spalten und Rahmen an Türen und Fenstern verwenden, weil der Duft der Lösung die Stinkwanze fernhält.

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