Recyclinghof

Beim Umzug oder Entrümpeln fällt massig Müll an. Um diesen zu entsorgen, kann man seinen Abfall beim Recyclinghof abgeben. Aber was genau wird dort angenommen?

Ein Recyclinghof besteht aus großen Containern.
Ein Recyclinghof besteht aus großen Containern. Foto: iStock / egon69
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Damit Wertstoffe und Abfall recycelt werden kann, ist eine fachgerechte Entsorgung notwendig. Denn nur mit der richtigen Entsorgung und Trennung kann man den Schrott wiederverwerten und die Umwelt schonen.

Aber was genau ist der Unterschied zwischen einem Recyclinghof, dem Sperrmüll und einem Wertstoffhof? Gibt es da überhaupt einen Unterschied? Und welchen Schrott kann man auf dem Recyclinghof entsorgen?

Recyclinghof: Was ist das?

Ein Recyclinghof wird auch Wertstoffhof genannt und ist eine abfallwirtschaftliche Einrichtung des öffentlichen Entsorgungsunternehmen. Die Einrichtung kann aber auch von einem privaten Träger oder einem Verein geleitet werden. Alle haben dabei das Ziel, den Abfall von privaten Haushalten und Kleingewerben richtig zu trennen und zu entsorgen. Anders als bei der Müllabfuhr wird der Müll aber nicht abgeholt. Er muss selbst angeliefert werden. Nach der Anlieferung sortieren die Abfallbesitzer den Schrott in große Container und der Entsorgungsträger kümmert sich um die Weiterleitung.

Wo Sie was entsorgen können, können Sie auch im Video erfahren:

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Video: Wochit

Wie viele Recyclinghöfe gibt es in Deutschland?

2019 gab es in Deutschland ein Abfallaufkommen von etwa 360 Millionen Tonnen. Das ist ganz schön viel. Um all diesen Müll zu entsorgen oder zu recyceln, gab es etwa 1688 Unternehmen in der Abfallwirtschaft. Dazu gehören auch die über 3000 Recyclinghöfe.

Recyclinghof: Was kann man abgeben?

Elektronikschrott, Batterien, Bauschutt, Altpapier: Was kann man alles auf den Recyclinghof bringen? Auf einem Recyclinghof kann man Wertstoffe abgeben. Aber was versteht man unter Wertstoff? Es handelt sich dabei um Bestandteile von Hausmüll, die einen Wert haben. Durch diesen Wert lohnt sich das Recycling. Damit man sie recyceln kann, werden sie getrennt von anderen Abfällen gesammelt. Deswegen kann man bei einem Recyclinghof z.B. folgende Dinge abgeben:

  • Bauschutt (Dachpappe, Keramik)
  • Altpapier (Papier, Kartonagen, Pappe)
  • Elektro-Altgeräte (Wasserkocher, Waschmaschine, …)
  • Glas
  • Metallschrott
  • Holz und Altholz (Möbel, Parkett)
  • Grünschnitt
  • Reifen
  • Batterien und Akkus
  • Druckbehälter (Spraydosen)
  • Kunststoffe
  • Textilien

Obwohl man dort viel entsorgen kann, kann man dennoch nicht alles zur Entsorgung dort abgeben. Wenn z.B. Schutzvorrichtungen für die Lagerung von gefährlichen Abfällen fehlen, kann die Stadt, Gemeinde oder Kommune die Annahme verbieten. Abgesehen davon dürfen Recyclinghöfe nur haushaltsübliche Mengen annehmen. Eine gewerbliche Anlieferung mit größeren Mengen von z.B. Fensterglas ist daher auch untersagt.

Praxistipp: Weitere Informationen zu den Öffnungszeiten und der Annahme und Anlieferung von Abfall erfahren Sie z.B. bei der Stadtreinigung.

Wie werden Wertstoffhöfe finanziert?

Die Funktion von einem Recyclinghof wurde in den vorherigen Abschnitten erklärt. Die Frage: "Wie werden Wertstoffhöfe finanziert?" ist aber noch offen. Wie beim Sperrmüll werden auch beim Recyclinghof viele Abfälle kostenlos angenommen. Für manche Abfallarten werden aber Gebühren erhoben. Dies ist oftmals davon abhängig, wie viele Container oder wie viel Platz vorhanden ist. So können auch die Maße von Gegenständen begrenzt werden. Durch diese Gebühren werden sie aber nur teilweise finanziert. Ansonsten werden sie häufig durch den Landkreis oder Abfallgebühren finanziert.

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