Naturfarben

Ökologisch wertvolle Naturfarbe

Die Basis fast aller Wandfarben ist Erdöl (Kunstharz), es geht aber auch anders. Naturfarben mit natürlichen Rohstoffen gibt es mittlerweile ganz ohne Abstriche bei Qualität und Verarbeitung.

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Foto: sidm / KEH; Hersteller

Ökologisch wertvolle Naturfarbe

Naturfarben gibt es mittlerweile sowohl in Weiß als auch in den knalligsten Farbtönen in höchster Deckkraft.

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Ökologisch wertvolle Naturfarbe

Preiswerter als mit fix und fertig angemischter Farbe geht es mit Trockenpulver. 1 kg Farbpulver rund 600 bis 700 ml Wasser beigeben, um eine streichfähige Konsistenz herzustellen. Vorher unbehandelte und ...

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... stark oder ungleichmäßig saugende Untergründe grundieren. Die Farbe mit Rührwerk klümpchenfrei anrühren.

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Farbe 30 Min. quellen lassen, dann nochmals aufrühren. Tragen Sie sie gleichmäßig, ansatzfrei und dünn auf. Eckbereiche wie ...

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... gewohnt mit Pinsel streichen. In feuchtem Zustand ist die Farbe wie im Merkblatt angegeben durchscheinend. Lassen Sie sich ...

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... dadurch nicht verwirren und tragen Sie sie nicht zu dick auf. Einfach trocknen lassen, sie deckt gut, aber etwas gräulicher.

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Ökologisch wertvolle Naturfarbe

Naturfarbe kann man auch komplett selbst mischen. Für unsere Wandfarbe brauchen Sie vier Kilogramm Magerquark, 160 Gramm Borax, sechs Esslöffel helles Speiseöl, 800 ml Wasser und rund 50 Gramm weiße Pigmente. Die Zutaten ergeben rund vier Liter naturnaher Farbe für rund 40 Quadratmeter Fläche.

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Füllen Sie den Magerquark zunächst in ein ausreichend großes Mischgefäß – zum Beispiel einen sauberen Eimer.

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Nun das Wasser aufkochen und das zuvor abgewogene Borax (erhältlich in der Apotheke) in das noch heiße Wasser einrühren. Borax ist ein mineralisches Konservierungsmittel, das einer Vergilbung vorbeugt.

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Wasser-Borax-Lösung dann noch heiß über den Magerquark gießen.

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Mit einem Misch- oder Farbquirl die Farbe verrühren, bis eine cremige Masse entstanden ist. Rund zwei Stunden ruhen lassen.

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Zum Schluss das Öl und die Pigmente unterrühren. Statt weiß kann man die Farbe natürlich auch mit Farbpigmenten abtönen.

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Auch hier nicht zu dick auftragen und Trocknung abwarten – die Deckung ist besser als man denkt.

Gut 14 Milliarden Liter Erdöl werden nicht nur täglich durch Schornsteine oder Abgasrohre entsorgt, sondern auch zur Herstellung alltäglicher Gegenstände benötigt, zum Beispiel Farben. Dass es hier anders geht, zeigen schon lange Jahre etliche Naturfarben. Früher musste man sich allerdings mit einer umständlichen Verarbeitung und ziemlich gräulichen Farbtönen abfinden. Mittlerweile erhält man jedoch Naturfarbe, die sich einwandfrei streichen lässt und die ebenfalls reinweiß oder strahlend bunt sein kann.

Naturfarben: Umweltschonend und dampfdurchlässig

Naturfarben bieten aufgrund ihrer fehlenden Erdöl-Basis einen eindeutigen Vorteil für die Umwelt. Allerdings sind es nicht nur die Umweltaspekte, mit denen sie punkten. So weisen Naturfarben in der Regel einen sehr niedrigen sd-Wert auf, das heißt, sie sind sehr dampfdurchlässig. Das nützt zwar nur wenig, wenn man die Naturfarbe auf Tapete aufträgt, denn darunter befindet sich Kleister, der die Wand schon vorher weitestgehend abgesperrt hat, vor allem auf Putz aufgetragen spielen Naturfarben diesen Vorteil jedoch effektiv aus.

Naturfarbe hat ihren Preis

Während sich die Verarbeitung und Deckkraft verbessert hat, gilt das nicht unbedingt für den Preis. 10 Liter Naturfarbe bekommt man nicht für 30 bis 40 Euro. Andererseits muss man auch im Natursektor genau schauen, was man kauft. Sofern vorhanden, achten Sie auf Angaben zum Kontrastverhältnis (Deckkraftklasse) und zum Nassabrieb. Oftmals sind die besonders guten Farben der Klassen 1 in Naturqualität nicht wesentlich teurer als herkömmliche Profifarben. Nur die in dem Punkt etwas schlechteren Naturfarben kosten dann deutlich mehr als vergleichbare Kunstharzprodukte. Richtig günstig wird es höchstens, wenn Sie Ihre Naturfarbe komplett selbst herstellen.

Naturfarbe
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Achten Sie nicht nur auf die Deckkraftklasse 1. Eine gute Naturfarbe verfügt auch über eine Nassabriebbeständigkeit Klasse 1. Das heißt Dreck, wie in unserem Fall Erde und Kaffeesatz, lassen sich gut von der Wand abwischen, ohne dass sichtbar Farbe abgeht.

Inhaltsstoffe: Das steckt in Naturfarben drin

Naturfarben werden aus pflanzlichen und mineralischen Rohstoffen hergestellt. So gewinnt man aus Pflanzenstängeln Zellulose, aus Blättern Farbstoffe, Wachse von Blattoberflächen, Fette und Eiweiße aus Früchten und Duftstoffe genauso wie Harze aus Blüten. Bei Wandfarben heißt das, sie enthalten neben Wasser u. a. mineralische Füllmittel und Pigmente, Zellulose, Raps- und Rizinusöl, Salmiakgeist und bei weißer Naturfarbe Titandioxid.

Wandfarbe aus Trockenpulver, die mit Wasser selbst angerührt wird, enthält als Bindemittel ein pflanzliches Eiweiß sowie Marmormehle, Kreide, Kalkhydrat, Soda und Zellulose. Titandioxid enthält sie nicht, weshalb sie gräulicher aussieht.

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