Kalkanstrich für Bäume

Kalkanstrich schützt vor Frostschäden

Junge Bäume sind im Winter besonders anfällig für Frostschäden. Verhindert wird das mit einem schützenden Kalkanstrich, der die Bäume vor der harschen Wintersonne schützt.

Bäume mit weißem Kalkanstrich
Foto: diatrezor / iStock
Auf Pinterest merken

Risse in Obstbäumen sind ein vertrauter Anblick, doch gerade für junge Bäume kann das schnell gefährlich werden. In die Risse in der Rinde dringen Pilzsporen und Krankheitserreger ein – im schlimmsten Fall führt das dazu, dass der Baum abstirbt. Damit das nicht passiert, hilft ein einfacher Anstrich mit Kalkfarbe. Dieser beugt nicht nur Frostschäden vor, sondern schützt den Baum auch vor Wildverbiss und verbessert nebenbei noch die Bodenqualität.

Kalkanstrich: Bäume schützen

Weiß gestrichene Bäume sieht man insbesondere im Winter überall. Haben Sie neue Bäume in Ihrem Garten gepflanzt, macht ein solcher Anstrich mit Kalk ebenfalls Sinn. Drei gute Gründe für einen Kalkanstrich bei Bäumen:

  1. Frostschutz: Ist es im Winter kalt und gleichzeitig sonnig, bilden sich leicht Spannungsrisse in der Baumrinde. Die beschienene Seite wird warm und dehnt sich aus, währen die kalte Seite unbeweglich bleibt. Der weiße Kalkanstrich reflektiert die Sonnenstrahlen und verhindert eine zu starke Erwärmung. Das beugt nicht nur Rissen vor, sondern unterdrückt auch das zu frühe Austreiben der Blütenknospen.
  2. Wildverbiss: Im Winter, wenn das Futterangebot für Wild stark verringert ist, machen sich die Tiere häufig über die Rinde junger Bäume her. Im schlimmsten Fall führen die Bissschäden sogar dafür, dass der Baum abstirbt. Durch die Kalkfarbe schmeckt die Rinde bitter und wird für Wild unattraktiv.
  3. Antibakteriell: Der hohe pH-Wert im Kalk wirkt antibakteriell und tötet Infektionen und Pilzsporen ab, bevor Sie am Baum Schaden anrichten können. So hilft ein Kalkanstrich sogar dann, wenn sich bereits Risse im Baum gebildet haben.

Baum wird mit Kalk bestrichen
Foto: Rytis Bernotas / iStock

Wann Kalkfarbe auftragen?

Der Kalkanstrich sollte idealerweise vor dem ersten Frost aufgetragen werden. Je nach Region und Strenge des Winters kann das bereits im Oktober – oder erst im Dezember/Januar sein. Wobei der Anstrich auch bereits im Sommer aufgetragen und später erneuert werden kann oder auch noch nach dem ersten Frost. Vor dem Auftrag bei älteren Bäumen unbedingt die lose Rinde entfernen. Eine Drahtbürste ist hierfür besonders gut geeignet.

Das könnte Sie auch interessieren ...

Elektroschubkarre - Foto: iStock/ AleksandarNakic
Ohne Muskelkraft
Elektroschubkarre: Für den einfachen & schnellen Transport

Während klassische Schubkarren mit recht viel Muskelkraft geschoben werden müssen, versprechen Elektroschubkarren eine entspanntere und rückenschonende Alternative. Doch welche Elektroschubkarre ist das richtige Modell für Sie und woran ist ein gutes Produkt überhaupt zu erkennen?

Stihl - Foto: STIHL
Nachhaltiger Garten & Artenvielfalt
Kirschlorbeer ersetzen: Die besten Alternativen im Überblick

Eine Hecke im Garten schützt vor Lärm und bietet Privatsphäre. Sie kann außerdem ein wichtiger Lebensraum für Tiere sein und Insekten Nahrung liefern. Bei Heckenpflanzen wie Thuja- oder Kirschlorbeer kommt dieser Aspekt aber eher zu kurz. Doch die Biodiversität lässt sich durch zusätzliche Wildsträucher und Stauden verbessern.

Welche Erde fürs Hochbeet? - Foto: sidm / MMM
Hochbeetfüllung
Welche Erde fürs Hochbeet wählen? Tipps für die perfekte Mischung

Damit Gemüse- oder Zierpflanzen im Hochbeet gut gedeihen, kommt es auf die richtige Hochbeetfüllung an. Doch: Welche Erde eignet sich fürs Hochbeet?

Hornspäne - Foto: sidm / TH
Natürlicher Dünger für kräftige Pflanzen
Hornspäne: Wirkung, richtige Anwendung und Tipps für Ihren Garten

Ausreichend Stickstoff für ein gesundes Pflanzenwachstum und umweltfreundlich aus 100 Prozent...

Eine Hand streut Komposterde um eine kleine grüne Pflanze, die auf einem braunen, offenen Feld wächst. - Foto: iStock/Singkham
Grundlagen für fruchtbare Böden
Organischer Dünger: Wirkung, Anwendung und Tipps für gesunden Garten

Bio ist immer besser? Während das beim Düngen nicht immer der Fall ist, bietet organischer Dünger doch einige Vorteile gegenüber mineralischem NPK-Dünger. Warum Biodünger im Garten so wichtig ist und wann es doch sinnvoll sein kann, auf „künstliche“ Varianten auszuweichen, erklären wir in folgendem Artikel.

Kunstdünger - Foto: iStock / iamporpla
Mehr Ertrag und Blütenpracht im Garten
Kunstdünger: Wirkung, Anwendung und Tipps für Garten & Beete

Neben organischen Düngern gibt es auch Kunstdünger, die den Pflanzen beim Wachsen und Gedeihen helfen sollen. Doch so ganz unbedenklich sollte man Kunstdünger nicht verwenden ...