Natürliche Ressourcen

Blumenerden für nachhaltiges Gärtnern

Aus der Serie: Umweltbewusst & nachhaltig gärtnern

Jeder Garten lässt sich so gestalten, dass er nachhaltig und umweltfreundlich ist. Wir stellen hier verschiedene Möglichkeiten vor, wie sich Nachhaltigkeit im Garten ganz einfach umsetzen lässt.

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Blumenerden für nachhaltiges Gärtnern
Foto: adobestock / pinkyone
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Die richtige Erde hilft der Pflanze zu gedeihen und versorgt sie ausreichend mit Nährstoffen. Beim Kauf ist es allerdings wichtig, nicht nur darauf zu achten, dass die Blumenerde für die jeweilige Pflanze geeignet sind, sondern auch darauf, dass sie der Umwelt nicht schaden und nachhaltig sind. Dies bedeutet, mit Ressourcen schonend umzugehen, Plastik weitestgehend zu vermeiden und chemische veränderte Pflanzsubstrate durch natürliche Alternativen zu ersetzen. Der Garten sollte als Teil der Natur betrachtet und so bewirtschaftet werden, dass die Umwelt keine Schäden davonträgt. Das geht am besten mit nachhaltigen Pflanzerden, die aus nachwachsenden Rohstoffen bestehen.

Gartenerde, die sowohl nachhaltig als auch umweltschonend ist, sollte in jedem Fall torffreie Erde sein, denn für den Abbau von Torf werden Moore großflächig trockengelegt und wertvolle Lebensräume von bedrohten Tierarten und heimischen Pflanzen zerstört.

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Ressourcen schonen: Torffreie Erde selber mischen

Wer umweltbewusst gärtnern und ganz sicher gehen will, dass die verwendete Gartenerde torffrei ist, kann sich günstige Blumenerde einfach selber mischen. So weiß man immer ganz genau, woraus die torffreie Erde besteht, die im eigenen Öko-Garten zum Einsatz kommt.

So einfach stellen Sie torffreie und nachhaltige Erde selbst her:

  1. Grundmischung: 30 Liter Mutterboden (aus dem eigenen Garten), 20 Liter Kompost (z. B. vom Kompostwerk aus der Region) und 5 Liter Lehm (aus dem Baumarkt) vermischen.
  2. Gemüseerde: Zu der Grundmischung zwei Handvoll Urgesteinsmehl (macht den Boden fruchtbar) und zwei Handvoll Hornspäne oder Brennnesselblätter (versorgt die Erde mit Stickstoff) geben. Praxistipp: Diese torffreie Erde eignet sich gut für den Anbau von Starkzehrern wie Kartoffeln, Tomaten und Kohl.
  3. Anzuchterde: Die torffreie Erden-Grundmischung mit Sand (macht die Erde leichter und lockerer) vermengen.
  4. Kräutererde: Zu einem Teil Grundmischung einen Teil Kompost und zwei Teile Sand hinzufügen – so erhält man eine natürliche Alternative zu industriell gemischten Pflanzsubstraten.

Übrigens: Vielerorts ist der natürliche Mutterboden das beste Pflanzsubstrat – und völlig kostenlos!

Warum Torf nicht in nachhaltige Blumenerden gehört

Torf wird oft in Blumenerde verwendet, weil er gut Wasser speichern kann. Die Substanz wird aus Hochmooren gewonnen und kann schnell geerntet werden. Es dauert allerdings Jahre, bis sich eine Torfschicht erneuert hat. Durch die Gewinnung des Torfs wird ein intaktes Ökosystem samt Pflanzen und Tieren zerstört, was keineswegs nachhaltig ist: Die Moore werden beim Torfabbau entwässert, was zur Entweichung von Treibhausgasen führt. Somit gehen wichtige CO₂-Speicher verloren.

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