Für Wischmuffel

Erfahrungsbericht: Roborock Qrevo S Pro Series im Alltagstest

Seit zwei Wochen teste ich den Roborock Qrevo S Pro im Alltag. Meine Hoffnung war vor allem, weniger Zeit mit Saugen und Wischen verbringen zu müssen und trotzdem dauerhaft eine angenehme Grundsauberkeit in der Wohnung zu haben.

Autorin Verena Wolff sitzt auf dem Sofa während der
Foto: sidm / Verena Wolff
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Neugierig geworden bin ich vor allem durch Freunde und Bekannte, die inzwischen begeistert Saugroboter nutzen – teilweise sogar mit Wischfunktion. Für mich war deshalb schnell klar: Wenn ich dem Thema nochmal eine Chance gebe, dann direkt mit einem Modell, das auch wischen kann.

Ganz überzeugt war ich anfangs allerdings nicht. Ein älterer Saugroboter einer anderen Marke hatte mich damals eher enttäuscht. Er blieb regelmäßig irgendwo stecken, erkannte Hindernisse schlecht und konnte nie wirklich unbeaufsichtigt fahren.

Genau deshalb war ich besonders gespannt, wie sich der Roborock im Alltag schlagen würde.

selbst ausprobiert fünf Hämmer - Foto: sidm
Mein Kurzfazit zum Roborock Qrevo S Pro

Pluspunkte: Leise, einfache Bedienung, gute App, praktische Wischfunktion, starke Alltagserleichterung

Minuspunkte: Probleme mit Fransen-Teppichen und Kabeln, Wasserbehälter etwas schwer zu öffnen

Mein Fazit: Sehr guter Saug-Wischroboter für eine zuverlässige Grundsauberkeit und deutlich weniger Aufwand im Alltag.

Erster Eindruck: Hochwertig und modern

Schon beim Auspacken macht der Roborock Qrevo S Pro einen sehr guten Eindruck. Alles ist ordentlich und sicher verpackt, das Design wirkt modern, clean und hochwertig. Das Auspacken selbst war unkompliziert und angenehm. Auch die Station wirkt hochwertig und fügt sich optisch gut in die Wohnung ein. Insgesamt hatte ich direkt das Gefühl, kein billiges Technik-Gadget vor mir zu haben.

Video Platzhalter
Video: Xcel Production

Einrichtung und App: Viele Möglichkeiten, trotzdem einfach

Die Einrichtung war überraschend unkompliziert. Über einen QR-Code wurde der Roboter direkt mit der App verbunden. Anschließend hat er die Wohnung einmal gescannt und konnte danach sofort loslegen.

Die App ist insgesamt sehr verständlich aufgebaut und bietet deutlich mehr Möglichkeiten, als ich erwartet hätte. Räume lassen sich einzeln reinigen, bestimmte Zonen auswählen oder komplette Reinigungspläne erstellen. Ich nutze zum Beispiel häufig nur die Reinigung von Küche und Essbereich nach dem Essen, statt jedes Mal die komplette Wohnung reinigen zu lassen.

Außerdem gibt es verschiedene Modi und Einstellungen:

  • nur saugen

  • saugen und anschließend wischen

  • intensives Saugen

  • intensives Wischen

  • Tiefenreinigung

  • spezielle Teppicheinstellungen

Auch die automatische Reinigung der Mopps lässt sich anpassen. Der Roboter fährt dabei regelmäßig zur Station zurück, um die Mopps auszuwaschen. Wie oft das passieren soll, kann individuell eingestellt werden. Besonders praktisch fand ich außerdem die No-Go-Areas. Gerade weil manche Teppiche, Kabel oder Möbelstücke problematisch sein können, ließ sich damit vieles sehr einfach lösen.

Zusätzlich zeigt die App auch Wartungsintervalle und Reinigungsstatus an, sodass man jederzeit im Blick hat, wann beispielsweise etwas gereinigt werden sollte.

„Der Roborock ersetzt keinen kompletten Großputz – aber er sorgt dafür, dass meine Wohnung dauerhaft grundsauber bleibt und ich selbst deutlich seltener saugen und wischen muss.“
Verena Wolff

Saugleistung im Alltag: Sehr gute Grundsauberkeit

Im Alltag sorgt der Roborock definitiv für eine angenehme Grundsauberkeit. Staub, Haare und normale Krümel entfernt er zuverlässig. Gerade meine langen Haare waren überraschend wenig problematisch. Nach zwei Wochen musste ich bisher weder Haare aus der Bürste entfernen noch den Filter reinigen.

Natürlich ersetzt der Roboter keinen kompletten Großputz. Wenn Schmutz stärker am Boden klebt oder sich viel Staub angesammelt hat, braucht es manchmal mehrere Durchgänge.

Das habe ich besonders unter meinem Sofa gemerkt. Dort hatte sich deutlich mehr Staub angesammelt, als ich gedacht hatte. Beim ersten Durchgang wurde nicht alles vollständig aufgenommen. Ein Teil des Staubs wurde durch das anschließende Wischen eher am Boden festgeklebt und ließ sich danach sogar schlechter entfernen. In solchen Fällen ergibt es aus meiner Sicht Sinn, zunächst nur zu saugen und erst später zusätzlich wischen zu lassen.

Positiv überrascht haben mich dagegen meine hochflorigen Teppiche. Diese werden problemlos gesaugt und auch nicht nass, wenn vorher gewischt wurde. Schwieriger sind eher leichte Bad- oder Bettvorleger sowie Teppiche mit Fransen oder Zöpfen. Die Fransen sehen nach der Reinigung teilweise etwas mitgenommen aus, selbst wenn sich der Roboter nicht komplett darin verfängt. Nachdem ich dafür eine No-Go-Area eingerichtet hatte, war das Thema allerdings schnell erledigt.

unordentliche Teppichfransen an Nutzung des Saugroboters
Mit den Teppichfransen kam der Saugroboter nicht so gut zurecht. Oftmals hat sich die rotierende Bürste darin verfangen und der Qrevo S Pro musste befreit werden. Die Erstellung von No-Go-Bereichen löste das Problem. Foto: sidm / Verena Wolff

Die Navigation funktioniert insgesamt ziemlich gut. Hindernisse erkennt der Roboter zuverlässig, selbst wenn Stühle einmal anders stehen als sonst. Gerade im Vergleich zu meinem früheren Saugroboter ist das ein riesiger Unterschied. Der Roborock Qrevo S Pro fährt deutlich kontrollierter und intelligenter durch die Wohnung.

Manchmal hatte ich zwar das Gefühl, dass bestimmte Bereiche etwas häufiger gereinigt wurden als nötig, wirklich chaotisch wirkt das Fahrverhalten aber nicht.

Besonders Kabel mag der Roboter überhaupt nicht. An einem Tag war das Kabel meines Routers noch kein Problem, am nächsten Tag hat er mir tatsächlich den Router vom Regal heruntergerissen. Danach habe ich einfach eine No-Go-Area eingerichtet und das Problem war dauerhaft gelöst.

Auch mit dem Gestell meines Nachttisches kämpft der Roboter regelmäßig ein wenig, schafft es aber bisher immer wieder, sich selbst zu befreien. Ähnlich verhält es sich mit dem Wäscheständer.

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Lautstärke: Angenehm leise

Was mich wirklich positiv überrascht hat, war die Lautstärke. Der Roboter ist deutlich leiser als erwartet.

Im Homeoffice lasse ich ihn problemlos laufen, solange ich keine Meetings habe. Fernsehen funktioniert ebenfalls, auch wenn ich persönlich Ruhe angenehmer finde. Befindet sich der Roboter in einem anderen Raum, stört er praktisch gar nicht mehr. Nachts würde ich ihn in einer Mietwohnung trotzdem eher nicht fahren lassen.

Akku und Laufzeit

Meine Wohnung hat etwa 73 Quadratmeter und der Akku reicht problemlos für die komplette Fläche aus. Zwischendurch laden musste der Roboter bisher nie. Während der Reinigung fährt er allerdings regelmäßig zur Station zurück, um den Staubbehälter zu entleeren oder die Wischmopps auszuwaschen. Danach setzt er die Reinigung automatisch fort.

Wischfunktion: Für Wischmuffel wirklich praktisch

Ich gehöre definitiv eher zur Kategorie „Wischmuffel“. Genau deshalb finde ich die Wischfunktion im Alltag extrem angenehm. Natürlich ersetzt die Funktion keinen intensiven Hausputz mit Reiniger und Mopp. Trotzdem sorgt sie für eine spürbare Grundsauberkeit. Gerade das Schmutzwasser hat mir ziemlich deutlich gezeigt, dass ich vermutlich häufiger hätte wischen sollen.

Für Haushalte mit Kindern oder Haustieren könnte gelegentliches zusätzliches Wischen trotzdem sinnvoll bleiben. Für meinen Alltag ist die Funktion aber absolut ausreichend und eine echte Hilfe.

Saugroboter klebt Schmutz am Boden fest
Bei sehr schmutzigen Ecken sollte erst gründlich gesaugt und dann im Nachgang gewischt werden. Saugt und wischt der Roboter in einem Durchgang befeuchtet dieser den Staub, der dann am Boden kleben bleibt. Foto: sidm / Verena Wolff

Wartung und Pflege

Der Wartungsaufwand hält sich bisher wirklich in Grenzen. Nach zwei Wochen musste ich:

  • den Staubbehälter noch nicht leeren

  • keine Haare entfernen

  • den Filter noch nicht reinigen

Lediglich Wasser fülle ich regelmäßig nach. Das mache ich allerdings freiwillig vor jeder Nutzung, weil ich lieber frisches Wasser verwende. Durch die Größe des Tanks wäre das nicht jedes Mal notwendig. Etwas umständlich finde ich allerdings das Öffnen der Wasserbehälter. Sowohl Frisch- als auch Schmutzwassertank lassen sich meiner Meinung nach etwas zu schwer öffnen.

Außerdem sollte man den Schmutzwassertank lieber rechtzeitig leeren und nicht erst warten, bis die Station meldet, dass er voll ist. Gerade bei kleineren Wohnungen sammelt sich sonst über mehrere Tage abgestandenes Wasser, das irgendwann anfängt unangenehm zu riechen.

Spart der Roboter wirklich Zeit?

Ja – deutlich mehr, als ich erwartet hätte.

Ich sauge inzwischen selbst nur noch ungefähr einmal pro Woche gezielt die Ecken nach, die der Roboter nicht erreicht. Für den Alltag reicht die regelmäßige Grundsauberkeit völlig aus.

Besonders praktisch finde ich, dass ich nicht immer die komplette Wohnung reinigen lassen muss. Oft schicke ich den Roboter einfach nur in die Küche oder den Essbereich. Außerdem reinigt er Bereiche, die ich selbst ehrlich gesagt deutlich seltener saugen würde – zum Beispiel unter dem Bett oder unter der Couch. Dort kriecht man selbst eben doch nicht ständig hin.

Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Die Wohnung bleibt automatisch ordentlicher. Ich lasse deutlich weniger Dinge auf dem Boden liegen, weil ich weiß, dass der Roborock Qrevo S Pro sonst nicht richtig fahren kann. Dadurch wirkt die Wohnung insgesamt aufgeräumter und sauberer. Für mich tatsächlich ein ziemliches Win-Win.

Praktisch ist außerdem, dass ich den Roboter auch von unterwegs starten kann.

Für wen lohnt sich der Roborock Qrevo S Pro?

Aus meiner Sicht eignet sich das Modell besonders für:

  • Menschen, die Zeit sparen möchten

  • Personen, die ungern wischen

  • alle, die eine konstante Grundsauberkeit möchten

  • Homeoffice-Nutzer, die ein eher leises Gerät suchen

  • Menschen, die ihren Alltag etwas entspannter gestalten möchten

Bei Teppichen mit langen Fransen, sehr leichten Vorlegern oder vielen herumliegenden Kabeln sollte man etwas Zeit in die Einrichtung von No-Go-Areas investieren. Hat man das einmal erledigt, funktioniert der Alltag mit dem Roboter aber sehr unkompliziert.

Mein Fazit nach zwei Wochen

Der Roborock Qrevo S Pro hat mich deutlich positiver überrascht, als ich erwartet hatte. Nach meiner eher frustrierenden Erfahrung mit einem früheren Saugroboter hatte ich ehrlich gesagt keine besonders hohen Erwartungen.

Natürlich ersetzt auch dieses Modell keinen kompletten Großputz und kommt aufgrund der Größe nicht in jede einzelne Ecke. Trotzdem hat sich mein Alltag spürbar verändert: Die Wohnung bleibt dauerhaft grundsauber, ich muss selbst deutlich seltener saugen und gerade die Kombination aus Saugen und Wischen ist für mich ein echter Mehrwert.

Besonders überzeugt haben mich:

  • die einfache Einrichtung

  • die leise Arbeitsweise

  • die gute Navigation

  • die vielseitige App

  • die flexible Raumreinigung

  • und die enorme Zeitersparnis im Alltag

Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass ich den Roboter nach so kurzer Zeit schon so selbstverständlich nutzen würde. Inzwischen läuft er mehrmals pro Woche – manchmal auch nur schnell in einzelnen Räumen.

Für mich ist der Roborock Qrevo S Pro deshalb vor allem eines: eine echte Alltagserleichterung.

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